CBD und Herzrhythmusstörungen: Wie kann das Öl helfen?

Nach Angaben der American Heart Association haben etwa 77,9 Millionen amerikanische Erwachsene eine Herzrhythmusstörung. Von dieser Erkrankung betroffene Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie können auch mit einer kürzeren Lebensdauer konfrontiert rechnen und eine Verringerung ihrer Lebensqualität feststellen.

Mediziner behandeln diese Krankheit routinemäßig durch Medikamente, Ernährung und Bewegung. Nun verfügen Sie über eine neues Mittel zur Bekämpfung von Herzrhythmusstörungen. Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass Cannabidiol (CBD) sowohl den Ruheblutdruck als auch die Blutdruckreaktion auf Stress senken kann.

CBD und Herzrhythmusstörungen: Ergebnisse einer Studie

In einer kürzlich von Forschern der University of Nottingham im Vereinigten Königreich durchgeführten Studie erhielten neun männliche Probanden entweder 600 Milligramm CBD oder ein Placebo in einer doppelblinden Crossover-Studie. Die im Journal of Clinical Investigation veröffentlichten Ergebnisse zeigten, dass diejenigen, die die CBD einnahmen, eine statistisch signifikante Senkung des Blutdrucks hatten und somit ihre Herzrhythmusstörungen beheben konnten.

Während der Studie wurde eine einzige 600-Milligramm-Dosis CBD benötigt, um den systolischen Blutdruck um durchschnittlich 6 mm HG in Ruhe zu senken. Eine Senkung des Blutdrucks um nur 5 mm HG2 kann das Schlaganfallrisiko um 34 Prozent und das Risiko einer ischämischen Herzerkrankung um 21 Prozent senken. Es kann auch die Wahrscheinlichkeit anderer Komplikationen verringern, die durch Herzrhythmusstörungen verursacht werden können, wie Sterblichkeit, Demenz und Herzinsuffizienz. Zudem kann CBD auch die Größe des Infarkts reduzieren.

Zusätzlich zu ihrem möglichen Einsatz bei der Hilfe bei Herzrhythmusstörungen als präventiver Schritt in Richtung Herzgesundheit kann CBD auch bei der Prävention und Behandlung von Reperfusionsschäden bei Myokardischämie nützlich sein. Eine weitere Studie ergab, dass CBD einen erheblichen kardioprotektiven Effekt aus Ischämie hervorruft und so die Größe des Infarkts reduziert.

CBD-ÖL gegen Herzrhythmusstörungen

CBD kann den Blutdruck senken, vor Ischämie schützen und den Herzrhythmus regulieren. Eine Studie aus dem Jahr 20104 ergab, dass CBD nicht nur die Infarktgröße nach einem ischämischen Anfall reduziert, sondern auch die Schwere von Arrhythmien während eines akuten Anfalls minimieren kann. So werden Herzrhythmusstörungen beseitigt und die Symptome reduziert.

Kann Cannabis bei Herzrhythmusstörungen helfen

Wie man das Öl einnimmt

Cannabidiol kann auf verschiedene Weise eingesetzt werden. Einige Anwender tragen es direkt auf die Haut auf, um es in den Körper aufzunehmen. Andere nehmen CBD-Kapseln oder mischen Tropfen in ihre Speisen oder Getränke. CBD-Hanföl ist einfach zu verwenden und erschwinglich, auch für Menschen mit begrenzten finanziellen Ressourcen. Cannabidiol hat keine gefährlichen Nebenwirkungen, aber einige Anwender berichten von kleineren Problemen mit Reizbarkeit, Übelkeit und Schlaf

Wichtige Studie zu Cannabidiol und Herzrhythmusstörungen:

Männliche Sprague-Dawley-Ratten erhielten entweder ein Placebo oder CBD (10 oder 50 µg-kg-1 i.v.) 10 min vor einemKoronararterienverschluss oder CBD (50 µg-kg-1 i.v.) 10 min vor Reperfusion. Das Auftreten von ventrikulären Arrhythmien während der ischämischen und unmittelbaren Post-Reperfusionsperioden wurde aufgezeichnet und die Herzen für die Bestimmung der Infarktgröße und die Beurteilung der Degranulation der Mastzellen entfernt. Am Ende der Reperfusionszeit wurde arterielles Blut entnommen, um die Thrombozytenaggregation als Reaktion auf Kollagen zu beurteilen.

Wichtigste Ergebnisse:

CBD reduzierte sowohl die Gesamtzahl der ischämieinduzierten Arrhythmien als auch die Infarktgröße bei der Verabreichung vor der Ischämie. Entsprechend lies sich ein dosisabhängiger Effekt feststellen. Zudem wurde die Infarktgröße auch reduziert, wenn CBD vor der Reperfusion verabreicht wurde.

Diese Studie zeigt, dass CBD in der akuten Phase von I/R kardioprotektiv ist, indem es sowohl Herzrhythmusstörungen reduziert als auch die Infarktgröße abschwächt. Die antiarrhythmische Wirkung, kann durch eine hemmende Wirkung auf die Aktivierung der Blutplättchen zurückgeführt werden.
CBD Herzrhythmusstörungen

Cannabisöl Fazit

Obwohl die medizinische Fachwelt weiterhin die Wirksamkeit von CBD erforscht, mehren sich die Beweise für seine Wirksamkeit. Das Vorhandensein eines sicheren, erschwinglichen und wirksamen Naturarzneimittels gegen Herzrhythmusstörungen mag zu gut erscheinen, um es zu glauben, aber es ist bereits verfügbar.

Besonders Menschen mit chronischen medizinischen Problemen können von diesem Öl profitieren.

Insgesamt befinden sich CBD für Herzrhythmusstörungen jedoch noch in der Anfangsphase der wissenschaftlichen Erforschung. Nach den ersten Ergebnissen aus Tierversuchen könnte die CBD-Therapie jedoch einen gewissen Schutz vor Herzrhythmusstörungen während der Schlaganfallheilung bieten.

In Laborratten, die nach einer unzureichenden Durchblutung des Herzens (Postischämie) geringe Dosen von CBD erhielten, wurden weniger Herzrhythmusstörungen registriert, sowie eine Verringerung des gesamten Schadensbereichs festgestellt. Die Mechanismen hinter CBD bei Herzrhythmusstörungen sind nicht bekannt, jedoch bleibt CBD ein aufregender neuer Ansatz für die kardiovaskuläre Gesundheit.

Insgesamt haben die Vorurteile gegen Hanfprodukte in den letzten Jahren stark abgenommen, da die Verbraucher über ihren potenziellen therapeutischen Nutzen aufgeklärt wurden. CBD-Hanföl macht niemanden high und es ist legal zu erwerben. CBD-Öl kann vielen Verbrauchern helfen, die unter einer Vielzahl von Beschwerden leiden, die ihre Lebensqualität beeinträchtigen. Tatsächlich ist CBD  in der Lage das Leben von Menschen zu verlängern, die an Herzrhythmusstörungen und anderen schweren Krankheiten leiden.

Abschließend sei noch einmal klargestellt, dass CBD nicht dasselbe wie THC ist. Obwohl es sich bei beiden um Verbindungen handelt, die in Cannabis vorkommen, sind enorme Unterschiede vorhanden. Der größte Unterschied zwischen beiden Verbindungen ist die Tatsache, dass THC high macht und CBD nicht.

Quellen:

  • Br J Clin Pharmacol. 2013 Feb; 75(2): 313–322.
  • Gaciong, Zbigniew, Maciej Siński, and Jacek Lewandowski. “Blood Pressure Control and Primary Prevention of Stroke: Summary of the Recent Clinical Trial Data and Meta-Analyses.” Current Hypertension Reports 15.6 (2013): 559-574. PMC. Web. 26 July 2017.
  • Walsh, Sarah K et al. “Acute Administration of Cannabidiol in Vivo Suppresses Ischaemia-Induced Cardiac Arrhythmias and Reduces Infarct Size When given at Reperfusion.” British Journal of Pharmacology 160.5 (2010): 1234-1242. PMC. Web. 26 July 2017.