CBD und Tinnitus: Ist Cannabisöl wirksam gegen Ohrgeräusche?

Auf der ganzen Welt ist das Problem Tinnitus kein Einzelfall. Im Prinzip kann man Ohrgeräusche als einen unerwünschten und konstanten Klang in den Ohren beschreiben. Dieser umfasst das Hören von Klingeln, Summen, Murmeln, Trillern und Dauergeräuschen. Runtergebrochen ist es eine Kombination von Gehirn und Ohren, welche die Ohrgeräusche, beziehungsweise das Gefühl dieser erzeugen.

Tinnitus ist eine Schlimme Sache für den Betroffenen und ruft großen Frust und Ratlosigkeit hervor.

Je nachdem mit welcher Art von Patient man sich unterhält und in welchem Stadium sich dieser befindet kann die Frequenz und die Lautstärke variieren. Außerdem spielt es eine Rolle wo sich der Betroffene befindet. Ist die Umgebung eher ruhig und abgeschieden ist es generell deutlich schlimmer, als wenn sich die Menschen an einem Ort aufhalten an dem es viele Umgebungsgeräusche um sie herumgibt. Es wird zudem berichtet, dass einige Menschen sogar ihre Körpergeräusche hören können wie den Klang ihres Herzschlags oder ähnliches.

Tinnitus – Daten und Fakten

  •     Ungefähr 15% berichten von Hörproblemen.
  •     Männer haben eine höhere Wahrscheinlichkeit als Frauen, einen Hörverlust zu melden.
  •     10 Prozent der erwachsenen US-Bevölkerung erlebten im vergangenen Jahr Tinnitus.

Meistens wird Tinnitus mit Hörverlust gleichgesetzt, jedoch entspricht das nicht der Wahrheit. In den meisten Fällen können Menschen, die von Tinnitus betroffen sind, sehr gut hören und müssen sogar andere Geräusche dimmen, indem sie mit Ohrschützern oder Kopfhörern tragen.

Fakt ist jedoch, dass laute Geräusche Tinnitus verursachen können.

Welches sind die Hauptursachen für Ohrgeräusche?

  •     Wachsblockaden im Ohr
  •     Ohrinfektionen
  •     Einige Medikamente (z.B. Aspirin)
  •     Der natürliche Alterungsprozess
  •     Morbus Menière
  •     Otosklerose
  •     Bluthochdruck
  •     Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  •     Kiefer- und Nackenprobleme

In der Wissenschaft ist außerdem festgestellt worden, dass einige Subtanzen wie Kaffee, Alkohol und koffeinhaltige Getränke den Tinnitus verschlimmern können. Auch Stress und Müdigkeit stehen im Zusammenhang mit einer Verschlimmerung des Geräusches.

Tinnitus und Stress

Noch ist es medizinisch fraglich, ob Anspannung eine Ursache für den Tinnitus ist, oder es sich dabei nur um eine Nebenwirkung desselbigen handelt. Jedoch ist bewiesen, dass Tinnitus vermehrt in Zeiten mit einem hohen Stresskaufkommen zu diagnostizieren ist. Je nach Charaktereigenschaften der Betroffenen können die Einen gut und die Anderen weniger gut mit dem Leiden Tinnitus umgehen.

Als Lösungsansätze werden unterschiedliche Pillen oder Aktivitäten wie Yoga oder Meditation angepriesen. Mag sein, dass diese Methoden in einigen Fällen zum Erfolg führen können, jedoch sind sie weit entfernt von einer schnellen Lösung und helfen bei vielen Betroffenen oft überhaupt nicht. Ein Mittel das Derzeit in aller Munde ist um Patienten mit Tinnitus Beschwerden zu helfen ist das Wundermittel Cannabis Öl.

Kann CBD gegen Tinnitus helfen

Cannabisöl was ist das eigentlich?

Cannabisöl (CBD-Öl, Hanf-Öl) und alle anderen Cannabisölprodukte werden aus der Cannabispflanze gewonnen. Produkte aus Cannabis sind sind bekannt dafür Beschwerden wie, Alzheimer, Morbus Crohn, Krebs, Lebererkrankungen, Angst und Fieberbläschen zu lindern.

Außerdem gilt Cannabisöl als Mittel gegen Tinnitus.

Cannabisöl kann man als Durchbruch der modernen Cannabisforschung bezeichnen. Konträr zu Marihuana, enthält das Öl kein THC, welches eine bewusstseinsverändernde Wirkung hervorruft. Die Nutzer von Cannabisöl werden also nicht „high“ wie von Marihuana, sondern verfallen lediglich in einen innerlichen, kaum merklichen Zustand der Ruhe.

Wie funktioniert Cannabisöl?

Das Öl wirkt ähnlich wie die verschreibungspflichtige Medikamente Prozac und Xanax. In erster Linie interagiert es mit einem Rezeptor im Gehirn namens CB1. Durch diese Interaktion und Stimulation dieses Rezeptors wird Serotonin (das Glückshormon) produziert.

Ein niedriger Serotoninspiegel kann zu starkem Unwohlsein und sogar Depressionen führen. Was medizinisch bewiesen ist. Sodass davon ausgegangen werden kann, dass der Ansatz Tinnitus mit Cannabis zu behandeln nicht sehr weit hergeholt ist.

Wie kann CBD-Öl bei Angst- oder Stressmanagement helfen?

Zur Verwendung von Cannabis gab es in den letzten Jahren viele Studien. Viele daraus entstandene Studien deuten darauf hin, dass Cannabisöl nicht nur dazu beiträgt, eine Reihe von körperlichen Krankheiten zu behandeln. Sondern es lässt sich der Schluss ziehen, dass es auch psychologische Probleme angeht, wie posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS), Angst und Stressbewältigung.

Heutzutage treten Anspannung und Angst häufiger denn je bei Menschen auf. Schätzungen zufolge sind etwa 10% der Bevölkerung von diesen Symptomen betroffen. Unser Leben kann, in dieser hektischen und oft mit hohem Druck verbundenen Zeit, oft außer Kontrolle geraten und Leiden wie Tinnitus hervorbringen.

Studien, wenn auch noch nicht vollends abgeschlossen, haben bereits gezeigt, dass die Verwendung von Cannabis-Ölen die Aktivität der Amygdala im Gehirn verringern kann. Außerdem erhöht CBD erwiesenermaßen die Aktivität des präfrontalen Kortex.

Studien zeigen, dass das Öl in der Lage ist, die Hippocampus-Neuronen wieder in Gang zu setzen, welche wiederum die CB1-Rezeptoren reaktivieren und sich schlussendlich positiv auf die Angstbewältigung auswirken können.

Cannabis Öl als hilfe gegen Tinnitus

Medizinische Studien zeigen, dass das Öl weitere Ängste wie soziale Angststörung und posttraumatisches Stress-Syndrom lindern kann. Im Jahre 2011 fand eine Studie statt, in der die Probanden entweder eine Dosis oder ein Placebo erhielten. Die Ergebnisse waren überwältigend. Sie zeigten sehr deutlich, dass die Teilnehmer, die das Öl einnahmen, eine allgemeine Verringerung ihrer Angst empfanden.

Diese durchgeführte und erfolgreiche medizinische Forschung, wie auch andere Folgestudien, riefen ein enormes Interesse bei Ärzten, Wissenschaftlern und Patienten hervor. Das Öl wirkt schnell, ist unglaublich sicher in der Anwendung und gut verträglich für den menschlichen Organismus. Darüber hinaus wird das Öl auf ganz natürliche Weise von einer Pflanze produziert, die schon seit Jahrhunderten von der Menschheit genutzt wird.

Einige Formen von Tinnitus werden durch Störungen im Innenohr oder des Hörnervs und im Kopf oder Hals verursacht. Des Weiteren wird vermutet, dass somatischer Tinnitus auf verschlüsselte Signale, im Gehirn zurückzuführen sein könnte.  Eine Fülle von Studien zeigt, dass cannabidiol bei der Behandlung vieler, wenn nicht sogar den meisten Störungen im Nervensystems helfen kann die Symptome zu lindern.  Aus diesem Grund wird Cannabisöl an vielen Stellen gegen Tinnitus empfohlen.

Nebenwirkungen der Einnahme von Cannabisöl

Natürlich gibt es nicht nur positives über das Öl zu erzählen. Die Nebenwirkungen halten sich jedoch sehr stark in grenzen und sind nicht einmal Ansatzweise mit den Begleiterscheinungen vergleichbar, welche von verschriebenen Medikamenten zu erwarten wären. Einige Anwender klagen über verschiedene unerwünschte Wirkung, die sie jedoch als nicht so problematisch eingestuft haben, als dass sie darauf verzichtet hätten Cannabisöl zu nehmen. Die positiven Effekte überwiegen die negativen bei weitem.

Eventuelle Nebenwirkungen welche bei der Einnahme auftreten könnten sind:

  • Gastrointestinale Beschwerden
  • Schwierigkeiten beim Einschlafen
  • Trockener Mund
  • Müdigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Schwindelgefühl

Um jedoch eins klarzustellen. In der Mehrheit der Studien hat die Verwendung von Cannabisöl wenig bis keine Begleiterscheinungen gezeigt. Selbst bei den Anwendern, welche über eventuelle, unerwünschte Auswirkungen geklagt haben, sind diese in der Regel nach kurzer Zeit wieder verschwunden oder haben ihren Alltag kaum beeinträchtigt.

CBD selbstversuch

Selbstversuche mit CBD bei Tinnitus

Alles was bei der Stressreduzierung hilft kann die Beschwerden der Anwender lindern. Glenn Schweitzer hat vor kurzem angefangen das Öl als Mittel gegen Tinnitus einzusetzen.  „Der Witz ist, Ich hatte die Idee mit der Einnahme nur, weil es eine Art Gesundheitswahn war den ich mal ausprobieren wollte“, sagte er. „Im Ernst, Ich nahm an, dass eine arte Modeerscheinung sei, ähnlich den Superfood Dingen, welche oft nur einen Hype verursachten, aber kaum einen Effekt besaßen.“ Die Erwartungen von Glenn Schweitzer waren zu Anfangs war niedrig, machten ihn aber nach einigen Versuchen zu einem Verfechter von Hanf.

Generell wird Cannabisöl von den Patienten auf durch die Zunge eingenommen. Mir war das damals nicht klar und ich schlickte das Öl komplett auf einmal. Etwa 30 Minuten später war ich Angstfrei. Ehrlich gesagt war ich fassungslos! Zeitwährend meines Lebens hatte ich immer mal wieder mit Ängsten zu kämpfen, diese waren einfach nicht mehr existent. Verstehen sie mich nicht falsch, ich war nicht sediert oder der gleichen, ich war einfach Angstfrei.

Dieses Experiment ereignete sich einige Jahre zuvor. Heute würde Schweitzer cannabidiol nur noch „nach Bedarf“ einsetzen sagt er von sich.

Wenn mein Tag sich sehr stressig gestaltet oder ich mit unbekannten Herausforderungen konfrontiert werde nehme ich Cannabisöl täglich ein. Im Regelfall etwa 30 Minuten vor dem zu Bett gehen. Für mich ist es eine wunderbare Einschlafhilfe und durch die tägliche Dosis ist der Effekt einfach wunderbar. Im Prinzip ist meine Stressresistenz nun auf einem Level mit dem ich super arbeiten kann und mich wohl fühle.

Auch als Cannabidiol-Gläubiger räumt Schweitzer ein, dass es einige Herausforderungen gibt, die es zu bewältigen gilt. Bevor man sich für Cannabisöl entscheidet sollte man sich gut informieren und einen Arzt konsultieren, rät er. Außerdem sollte anfangs nur kleine Menge des Öls genommen werden und dann langsam gesteigert werden.

Eine der größten Bedenken die ich bei Cannabisöl habe ist, dass jeder anders reagiert. Die Menge, welche bei mir zum Erfolg führt könnte für jemanden anderen entweder zu viel oder zu wenig sein. Zudem sind die Erlebnisse bei jedem Menschen unterschiedlich. Bei einigen tritt die Wirkung sofort ein, bei anderen merken erst Tage oder sogar Wochen später eine Veränderung. Mache merken auch überhaupt keine Wirkung.

Fazit

Die Kombination aus Tinnitus, Angst und Belastung wurden zusammen erforscht und untersucht. Zu Cannabisöl gab es viele Tests und es ist medizinisch nachvollziehbar, dass es den Menschen hilft die Symptome von Angst und Stress zu lindern. Im Allgemeinen hat sich herausgestellt, dass Menschen, welche unter höherem Stresslevel und erhöhtem Angstempfinden leiden, ihren Tinnitus als schlimmer angesehen haben.

Fazit zu Cannabisöl

Das Öl hat zwar keine direkten Auswirkungen auf den Tinnitus. Jedoch ist es eine große Hilfe um Belastungen und Angst zu reduzieren und damit die Symptome des Tinnitus zu lindern. Außerdem ist bekannt, dass Cannabinoide mit den Rezeptoren der Hörnerven interagieren, die die Wahrnehmung von Schall im Gehirn beeinflussen.  Allein diese Tatsache sollte noch mehr Forschung zu diesem Thema veranlassen um die Wirksamkeit noch besser zu garantieren. Bis jetzt ist die Therapie mit CBD noch ergebnisorientiert.

Auf YouTube und unterschiedlichen Foren und Blogs gibt es etliche Berichte von Menschen die nach der Einnahme von dem Öl von einer Linderung des Tinnitus erzählt haben. So gesehen ist die Einnahme sicher einen Versuch wert und birgt keine Nachteile für den Einzelnen.


Quellen:

  • G. Hesse, N. K. Rienhoff, M. Nelting, D. Brehmer: Medikamentenkosten bei Patienten mit chronisch komplexen Tinnitus.
  • K. I. Berliner, C. Shelton, W. E. Hitselberger, W. M. Luxford: Acoustic tumors: effect of surgical removal on tinnitus. 1992
  • Therapie mit Cannabinoiden, Hänseler AG, abgerufen 7. Januar 2019.

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