Rick Simpson Öl – alles Wissenswerte rund um RSO

Du hast bisher den Namen Rick Simpson nicht gehört? Dann wird es jetzt an der Zeit, dass du ihn kennenlernst, denn er ist ein Star in der internationalen Hanfszene. Simpson ist auf Messen anzutreffen, er veröffentlicht Bücher und verfügt über eine riesige Anhängerschaft. Diese nennt ihn den „Gesundheitsrebellen“. Doch wie kann ein einziger Mann zu solchen Ruhm kommen? Werfen wir einen Blick auf Rick Simpson und das von ihm selbst hergestellte Cannabis Öl (THC-Öl).

Hinweis!

 RSO enthält nicht nur CBD, sondern ebenfalls THC und daher ist es in den meisten Ländern der Welt illegal!

Wir wollen hier niemanden dazu auffordern, das Rick Simpson Öl zu besorgen, es zu probieren oder in irgendeiner Form Cannabis zu konsumieren. Vermutlich kann die heilende Wirkung, die dem RS Öl nachgesagt wird, mit reinem CBD Öl – ohne THC – erreicht werden. Wir wollen hier ausschließlich einen Einblick über das Rick Simpson Öl geben!

Illustration zu CBD bei Menopause

Wer ist Rick Simpson? – Seine Geschichte

Heute zählt Rick Simpson zu den bekanntesten Befürwortern für Cannabis. Simpson setzt sich aktiv dafür ein, dass es zu einer weltweiten Legalisierung von Cannabis kommt. Eigenlicht nichts Neues, denn auf der ganzen Welt finden sich solche Aktivisten. Doch Rick Simpson ist nicht dafür bekannt, sondern für eine Entdeckung, durch die er das Universum rund um den Gebrauch von Cannabis auf den Kopf stellt.

1997 nach einem Unfall merzte er mit seinem selbst hergestellten und entwickelten Ricks Simpson Ole verschiedene Unfallfolgen aus und behandelte diese erfolgreich. Darüber hinaus behandelte er die Schuppenflechte seiner Mutter erfolgreich und einen Mann, der unter einem Melanom am Wangenknochen litt. Im Jahr 2003 entdeckte er einige Knötchen auf seinem Arm und ging zum Arzt. Auch dieser hegte den Verdacht auf Hautkrebs. Für eine Biopsie wurde einer der Knoten entfernt und der Verdacht bestätigte sich: Die Diagnose lautete Hautkrebs. Da Simpson bereits von Studien gelesen hatte, wo von einer positiven Wirkung von Cannabis auf Krebs geschrieben wurde, hatte er die Idee, es selbst auszuprobieren, wie viel Wahrheit hinter diesen Aussagen steht. Denn schließlich hatte er nicht mehr viel zu verlieren.

Sein Arzt lehnte eine Cannabistherapie jedoch ab und so setzte er entgegen dieser Entscheidung ebenfalls sein selbst hergestelltes Cannabis Öl ein. Dieses trug er auf die betroffenen Hautstellen auf, verdeckte diese mit einem Pflaster. Auf seiner Webseite behauptet der Kanadier, dass die Hautveränderungen bereits nach vier Tagen verschwunden waren und der Hautkrebs geheilt war.

Du kannst dir vorstellen, dass sein Arzt an eine solche Wunderheilung nicht glauben wollte. Doch glaube hin oder her, die Tatsachen sprachen für sich. Welche Wirkung das Rick Simpson Öl aufweist, sprach sich schnell herum und so haben auch andere Krebspatienten davon teilweise profitiert. Denn laut eigener Aussage hat Simpson mit seinem RSO auch anderen Krebspatienten geholfen. Spätestens seit diesem Zeitpunkt sind das Öl und sein Erfinder bekannt.

Dokumentarfilm, Bücher und Webseite

Seit diesem Zeitpunkt bietet er sein THC-Öl an, dass als „Rick Simpson Oil“ (kurz RSO) oder „Phoenix Tears“ (Tränen des Phoenix) bekannt wurde. Zu Weltruhm gelangte er allerdings durch den erfolgreichen Dokumentarfilm „Run From The Cure“. Zudem hat er in seinem Buch „Phoenix Tears – die Rick Simpson Story“ seine Erlebnisse eindrucksvoll zu Papier gebracht. Dieses Buch ist leider nicht mehr erhaeltlich, aber es gibt eine deutsche Fassung „Rick Simpson Öl – die Antwort der Natur auf Krebs“.

In diesem Buch schreibt er ganz klar seine Meinung über die Legalisierung von Cannabis und dem enormen gesundheitlichen Potenzial der Pflanze. Für ihn ist es besonders wichtig, dass ein jeder sein Wissen nutzen kann. Aus diesem Grund gibt es in dem Buch eine Anleitung, wie jeder für sich selbst das berühmt berüchtigte Rick Simpson Öl herstellen kann. Wir raten jedoch eindringlich davon ab, da es illegal ist, das Öl herzustellen! Besser ist es, das vollkommen legale CBD Öl zu nutzen, das großartige Wirkungen erzielen kann.

Ein Zitat vom besten CBD Kenner Europas Dr. Franjo Grotenhermen zu Rick Simpson:

„Ich denke, dass Rick Simpson mit seinen Aktivitäten vielen Menschen unberechtigt Hoffnung macht, sie enttäuscht und daher viel Schaden anrichtet“.

Studien hatten bereits zuvor davon berichtet, dass Cannabis bei der Behandlung von Tumoren Wirkung zeigt, doch dabei handelte es sich nicht um das Wissen der breiten Masse. Das änderte sich schlagartig mit dem Dokumentarfilm in dem über Rick’s Heilung vom Krebs berichtet und damit die Katze aus dem Sack gelassen wurde.

Sein Cannabis-Extrakt hat er vielen Patienten kostenlos zur Verfügung gestellt und auf seiner Webseite eine Anleitung für die Herstellung des Öls veröffentlicht. Seit 2013 lebt der gebürtige Kanadier in Europa, da er wiederholt mit der Polizei aufgrund seines Cannabis-Anbaus aneinandergeriet.

Eine große Anzahl an Menschen, die an verschiedenen Krankheiten leiden, experimentierten mit dem Simpson Öl. Viele haben in der Tat in ihren persönlichen Erfahrungen von erstaunlichen Ergebnissen der Besserung berichtet. Nichtsdestotrotz ist das Öl illegal und somit ist eine Forschung am Menschen kaum durchführbar. Der Grund ist, dass die Regierungen zögern, die dafür erforderlichen Lizenzen und Genehmigungen zu erteilen.

RSO – worum geht es genau beim Rick Simpson Öl?

Worum geht es genau bei Rick Simpson Öl? Das Rezept für seine Öle ist nicht unbedingt eine Neuentdeckung; W.B. O’Shaughnessy stellte es bereits in den 1830er Jahren her. Aufgrund von Ricks Marketing für sich und sein Öl wurde das Rezept ungeachtet dessen von ihm inoffiziell „patentiert“.

Doch eines nach dem anderen! RSO zeichnet sich dadurch aus, dass es eine hohe Konzentration an hochaktiven Wirkstoffen der Cannabispflanze enthält. Vor allem gilt das für das psychoaktive THC (Tetrahydrocannabinol) und ebenso für CBD (Cannabidiol), wenn auch eingeschränkt. Beide Substanzen gehören zu den Cannabinoiden, bei denen es sich um hochaktive Wirkstoffe der Cannabispflanze handelt. Diese wurden in den 1960er Jahren erstmalig beschrieben. CBD ist nicht psychoaktiv, während THC für seine Rauschwirkung bekannt ist.

Simpson kann daher mit seinem Öl als Pionier angesehen werden, denn er lenkte den Fokus der Cannabisnutzung auf die gesundheitlichen Effekte. Aber erst mit der Konzentration auf die nicht psychoaktiven CBD Produkte wurde der eigentliche Boom in der Szene ausgelöst. Inzwischen gelten diese in vielen Ländern als legal und sind als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Doch das gilt für RSO nicht – es ist illegal!

Das Verhältnis von CBD Öl zu RSO

CBD Öl und das RSO erhalten aus guten Gründen Aufmerksamkeit. Ein Mangel an Studien und persönlichen Erfahrungsberichten besteht nicht, in denen die positiven Aspekte von Cannabis aufgezeigt werden.

Es ist nicht zu verleugnen, dass es einige Verwirrung in Bezug au das CBD Öl gibt und ob und wenn ja, in welchem Zusammenhang mit dem Rick Simpson Öl steht. Während sich beide Öle in vielen Aspekten ähneln, so handelt es sich dennoch um sehr unterschiedliche Produkte.

Die Unterschiede im Überblick

Cannabis bzw. Hanf: Beide Öle werden aus der gleichen Pflanze gewonnen, denn aus botanischer Sicht handelt es sich bei Cannabis und Hanf um dieselbe Pflanze. Im Laufe der Zeit wurde die Zucht so gestaltet, dass es zu verschiedenen Ernten kommt:

Hanf: Die Pflanze produziert wenige und kleine Blüten, die einen niedrigen Cannabinoid Gehalt aufweisen – aber dafür eine hohe Menge an Fasern, die in vielen industriellen Bereichen zum Einsatz kommen.

Cannabis: Sie bezieht sich auf die Freizeit- und Heilpflanze. Die Pflanze weist große und potente Blüten auf, die voll mit Cannabinoiden geladen sind, doch nur eine geringe Menge an Fasern produziert.

Wiederholen wir uns: Botanisch sind beide gleich und wurden nur zu verschiedenen Sorten herangezüchtet, um andere Produkte zu kultivieren. Das Rick Simpson Öl wird fast immer aus den Cannabis-indica-Sorten hergestellt. Diese sind nachweislich wirksamer gegen körperliche Beschwerden. Die Sative-Sorten hingegen werden zum RSO verarbeitet, das bei psychischen Erkrankungen zum Einsatz kommen soll.

Die Zusammensetzung des RSO Öls – eine Mischung aus CBD und THC

Es ist nicht möglich, die genaue Zusammensetzung bzw. das Mischungsverhältnis von THC und CBD für das Rick Simpson Öl zu bestimmen. Der Grund ist, dass die Bestandteile aus einem natürlichen Pflanzenmix entnommen werden. Allerdings weist das Öl einen überaus hohen THC Anteil im Vergleich zu anderen Präparaten auf den Markt auf und ist deswegen nicht legal.

Bei Messungen kam es zu Durchschnittswerten von 50 bis 60% und in Ausnahmefällen sogar von über 90%. Dagegen beträgt der Anteil von CBD im RSO im Schnitt nur 10 bis 15%. Zudem sind weitere Wirkstoffe der Cannabispflanze aufgrund des Herstellungsprozesses enthalten.

Hilft RSO tatsächlich?

Die Legalisierung von medizinischen Cannabis ist ein Beweis dafür, dass Cannabis bei verschiedenen Krankheiten und Schmerzzuständen hilfreich ist, was mittlerweile erwiesen ist. Die Indikationen unter denen eine Verordnung in Deutschland erfolgt, sind allerdings sehr eng gestellt.

Durch diese sind viele Menschen von der Nutzung des medizinischen Cannabis ausgeschlossen. In Deutschland hat kein Patient eine Chance, wenn er nicht unheilbarkrank oder sich im Endstadium einer schweren Krankheit befindet, legal ein Cannabis Produkt zu erhalten. Nur medizinisch austherapierte Patienten, die keine Linderung durch ein Medikament erlangen, die erhalten medizinisches Cannabis.

RSO bei Krebs

Durch wissenschaftliche Studien wird jedoch eindeutig belegt, dass bei Krebserkrankungen und den damit verbundenen Beschwerden Cannabis Produkte Linderung verschaffen. Den Betroffenen helfen die im Cannabis enthaltenen Cannabinoide nicht in Hinsicht auf die Schmerzen, sondern auch bei Atemnot und Ängsten. In manchen Fällen hemmen sie sogar das Krebswachstum selbst. Diese Wirkungen oder die dafür notwendige Dosierung muss jedoch durch weitere Forschungsvorhaben für jede schwere Erkrankung spezifiziert werden. Nun fragt sich jeder, warum das beispielsweise das Öl von Rick Simpson nicht im Rahmen von Krebstherapien standardmäßig zum Einsatz kommt. Vermutlich ist der hohe THC Gehalt nicht der einzige Grund.

Für die meisten Menschen ist die naheliegende Schlussfolgerung, dass die Pharmaindustrie ausschließlich Interesse an ihren eigenen Produktentwicklungen hat – nicht aber auf ein Therapeutikum, dass auf Cannabisblüten basiert und im Prinzip von jedem selbst hergestellt werden kann. Aus der Sicht der Pharmaindustrie handelt es sich beim RSO um eine Rauschdroge und nicht um ein Medikament.

Über die exakten Wirkprofile von den bereits zugelassenen Cannabis Medikamenten ist zudem bisher zu wenig bekannt. Offensichtlich sind diese nicht bei jeder Krebsart in gleichen Masse hilfreich. Medizinische Cannabis Produkte dienen in den meisten Fällen eher der Schmerzlinderung als der Hemmung oder gar Heilung von Krebs. Zwar wirken die Cannabinoide auf die Krebszellen, doch der genaue Mechanismus der Wirkung auf das menschliche Endocannabinoid System ist noch nicht ermittelt worden.

Um auf das Rick Simpson Öl zurückzukommen: Hier sind weitere Forschungsvorhaben notwendig, um die speziellen Möglichkeiten von diesem Therapeutikum auszuloten. Es kann sein, dass höhere Dosierungen von THC und CBD einen Vorteil bei der Behandlung von bestimmten Krebs Erkrankungen aufweisen.

Hat das Rick Simpson Öl eine Wirkung auf andere Erkrankungen?

Bisher liegen seriöse wissenschaftliche Studien zu diesem Thema und dem Wirkspektrum von RSO nicht vor. Geht es um die spezifischen Wirkungen und Anwendungsgebiete von medizinischen Cannabis im Speziellen, dann ist die Studienlage in diesem Bezug noch recht dürftig. Eben aus diesem Grund ist es nicht bekannt, ob und inwieweit das Rick Simpson Öl bestimmte Krankheiten positiv beeinflussen, hemmen oder sogar heilen kann.

Auch wenn die die positiven Erfahrungen von Simpson selbst, die er mit anderen teilt, einen Hoffnungsschimmer für die Betroffenen für die Betroffenen darstellt. Weitere Indikatoren und/oder Forschungsmöglichkeiten in Bezug auf medizinischen Cannabis würden durch die Legalisierung eröffnet werden.

Bisher ist nur eines belegt: Cannabis Produkte sind hilfreich bei schwerer Übelkeit und Schmerzen bei Krebs. Leider sind noch immer viele Patienten, die unter Spastiken, Migräne oder bestimmten Epilepsieformen trotz Diagnose Krebs, MS oder anders bedingten Schmerzsymptomen von der Nutzung der Cannabis Produkte ausgeschlossen. Die hohe Zahl der Anträge, auf die Erlaubnis medizinisches Cannabis zu benutzen, sowie die steigende Nachfrage nach dem Rick Simpson Öl zeigt, dass es einen immensen Bedarf an solchen Therapeutika gibt.

Rick Simpson hat nicht nur seine Unfallfolgen, seinen Hautkrebs und die Schuppenflechte seiner Mutter erfolgreich mit seinem selbsthergestellten Öl behandelt. Sondern er nutzte die bekannte schmerzlindernde Wirkung seines Öls. Nach eigener Aussage konnte er sogar seine Blutdruckprobleme wieder normalisieren. Es kann durchaus möglich sein, dass medizinisches Cannabis Öl das einen hohen THC- und CBD Gehalt aufweist noch besser wirkt, als das legale CBD Öl, das im Handel erhältlich ist oder die medizinisch indizierten Cannabis Produkte.

ABER, Momenten gilt es den Hype, um das Rick Simpson Cannabis Öl wie folgt zu verstehen: Es ist eine interessante, aber nicht nutzbare Nachricht. Es ist nicht absehbar, was daraus in Zukunft an medizinischen Nutzen wachsen kann. Unmissverständlich und klar regelt das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) welche Nutzungen von Cannabis Produkten legal und welche illegal sind. Es ist durchaus möglich, dass sich an der derzeitigen Rechtslage etwas ändern könnte. Doch dafür sind weitere seriöse und belastbare Forschungsergebnisse notwendig. Zudem müsste die Abgabe dieser THC-haltigen Drogen streng kontrolliert und reguliert werden – schon allein um Streckversuche und Panscherei mit toxischen Substanzen zu vermeiden bzw. zu unterbinden.

Gibt es Alternativen zum Simpson THC Öl?

Eine legale Alternative zum RSO ist auf jeden Fall CBD Öl – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der THC Gehalt nicht über 0,2% liegt. Dann ist es in Deutschland legal erhältlich.

Bei der Herstellung des CBD Öls wird das gewonnene CBD Extrakt mit hochwertigen Trägerölen gemischt. Dadurch entstehen Präparate, die unterschiedliche CBD Konzentrationen aufweisen. Die am häufigsten verwendeten Produkte sind die mit 2 bis 10% des Wirkstoffes – aber es gibt ebenfalls Lösungen mit einem höheren CBD Gehalt.

Das Cannabinoid Öl ist einfach zu handhaben, weist praktisch keine Nebenwirkungen auf und wirkt nicht psychoaktiv. Das beste Ergebnis wird erzielt, wenn einige Tropfen des Öls unter die Zunge gegeben werden. So nimmt die Mundschleimhaut bereits vor dem schlucken Teile der Substanz auf, die so ins Blut gelangen. Der restliche Anteil wird vom Darm resorbiert.

Was die gesundheitlichen Wirkungen angeht, so sind diese dem Rick Simpson Öl sehr ähnlich und laut den Erfahrungsberichten von Nutzern nahezu unbegrenzt. Hier einige Beispiele für die Nutzung des CBD Öls:

  • Reduziert Schmerzen – besonders bei chronischen Schmerzen
  • Entzündungshemmend
  • Löst Ängste und Krämpfe
  • Wirkt entspannend und beruhigend
  • Fördert den Schlaf
  • Wirkt antidepressiv und antiepiletpisch
  • Senkt den Blutdruck
  • Stärkt die Immunabwehr

Die Dosierung und Anwendung von Rick Simpson Öl

Laut der Empfehlung von Simpson sollen Patienten sein Öl hochdosiert einnehmen. In seinem Buch „Phoenix Tears – die Rick Simpson Story“ beschreibt er, dass für eine effektive Wirkung eine Dosis von einem Gramm täglich notwendig ist und das für 60 Tage. Einen solch harten Einstieg vertragen viele Menschen nicht und leiden unter unangenehmen Nebenwirkungen. Für sie gibt es eine alternative Einnahmeempfehlung. Der Zeitraum verlängert sich hier auf 90 Tage und es wird mit einem Tropfen am Tag gestartet. Im Anschluss wird die Dosis täglich erhöht, bis das nach fünf Wochen die Tageshöchstdosis von einem Gramm erreicht ist.

Den Konsumenten von CBD Öl wird empfohlen, sich langsam einzuschleichen, bis das sie die individuelle Dosis erreicht haben. Die Öle mit einer geringen Konzentration eignen sich dafür bestens. Beispielsweise ist die Einnahme von einem 5%igen CBD Öl dreimal täglich mit je drei Tropfen ideal für einen Einsteiger.

Gibt es Nebenwirkungen oder Risiken?

Bei THC handelt es sich um eine psychoaktive Substanz. Das bedeutet, dass es bei der Einnahme zu einer Reihe von psychologischen Symptomen kommen kann, wie beispielsweise:

  • Paranoia
  • Angstzustände
  • Halluzinationen
  • Desorientierung
  • Depression
  • Reizbarkeit

Zudem kann es physische Nebenwirkungen verursachen wie beispielsweise:

  • Niedriger Blutdruck
  • blutunterlaufene Augen
  • Schwindel
  • langsame Verdauung
  • Schlafprobleme
  • Beeinträchtigung der Motorsteuerung und Reaktionszeit
  • Gedächtnisstörungen

In der Regel sind diese Nebenwirkungen gesundheitlich unbedenklich und halten nur einige Stunden an.

Doch da größte Risiko das RSO mit sich bringt, ist, dass es nicht viele Beweise für seine Wirkung bei Krebs gibt. Das kann sich als sehr gefährlich herausstellen, wenn die vom Arzt empfohlene Therapie abgebrochen wird. Funktioniert die Behandlung mit RSO nicht, dann wächst der Krebs weiter und es wird immer schwierige ihn mit den herkömmlichen Methoden, wie der Chemotherapie zu behandeln.

Rick Simpson plädiert dafür, dass ein jeder sein eigens Öl herstellen soll, was einige Risiken birgt. Denn als Erstes geht es darum, eine Menge Marihuana zu beschaffen, und das ist in Deutschland und vielen anderen Ländern illegal.

Zum zweiten ist der Herstellungsprozess ebenfalls riskant, denn es kann zu einer Explosion kommen, wenn ein Funke in das Lösungsmittel fällt, das für die Herstellung benötigt wird. Des Weiteren kann das Lösungsmittel krebserregende Rückstände hinterlassen, wenn diese nicht korrekt gehandhabt werden.

Wer versuchen möchte, RSO bei Krebs anzuwenden, der sollte keinesfalls die vom Arzt empfohlenen Behandlungen abbrechen. Zudem ist es wichtig, sich über die Gesetze des eigenen Landes in Hinsicht auf medizinisches Marihuana zu informieren. Am besten ist es, in der örtlichen Apotheke nachfragen, ob es möglich ist, ein vorgefertigtes Öl zu erhalten, eben wie das legale CBD Öl.

Simpson propagiert sein Wundermittel

Auf seiner Webseite erklärt der Kanadier Folgendes (aus dem Englischen übersetzt):

„Dieses harmlose, nicht abhängig machende natürliche Medikament kann mit großem Erfolg eingesetzt werden, um Krebs, MS, Schmerzen, Diabetes, Arthritis, Asthma, Infektionen, Entzündungen, Blutdruck, Depression, Schlafstörungen und so gut wie alle anderen medizinischen Probleme zu heilen oder zu kontrollieren“

Kurz gesagt, Simpson propagiert, dass er ein Wundermittel gefunden hat, mit dem eine Vielzahl von schwerwiegenden Krankheiten behandelbar ist. Im Internet kursieren Gerüchte, dass Simpson mit seinem Öl bereits 5.000 Menschen beim erfolgreichen Kampf gegen den Krebs geholfen hat. Solche Äußerungen rufen selbstverständlich viele Kritiker auf den Plan. Einer ist Dr. Franjo Grotenhermen. Der Arzt und Cannbis-Experte beschäftigt sich seit Jahren mit dem Einsatz von Cannabis. Er ist der bekannteste Kritiker von Rick Simpson.

In einem veröffentlichten Brief an Simpson ruft Grothenhermen zur Vorsicht auf. Er beschuldigt Simpson unverantwortlich zu handeln, mit den überzogenen Heilungsversprechungen, die keiner sachlichen Überprüfung standhalten können. Zwar sei der Kanadier international für sein Öl bekannt, das angeblich krebs heilen soll, doch er wirft Simpson vor, dass viele todkranke und verzweifelte Menschen ihre Hoffnungen auf RSO setzen.

Eben dieser Verantwortung, die sich daraus ergibt, kann Simpson laut Grotenhermen nicht gerecht werden. Wichtige Fakten würden von ihm nicht zur Kenntnis genommen und er verfüge als Laie nicht über das notwendige Fachwissen aufgrund einer fehlenden medizinischen Ausbildung.

Von Grotenhermen werden verschiedene Fakten aufgeführt, die von Simpson vertreten werden, aber die schlichtweg falsch seien. So ist laut Grotenhermen THC nicht das einzige Cannabinoid, das krebshemmende Eigenschaften aufweist.  Sondern ganz im Gegenteil (wir zitieren):

„Es gibt Hinweise, dass bei einigen Tumorerkrankungen CBD sogar von größerer Bedeutung sein könnte als THC. Zudem gibt es deutliche Hinweise, dass zumindest bei einigen Krebserkrankungen eine Kombination aus THC und CBD eine stärkere Wirkung entfalten könnte als THC allein.“

Daneben deckt der Mediziner noch weitere Fehler auf, wie beispielsweise das Thema Decarboxylierung – dem Verständnis des menschlichen Organismus oder bei der pharmakologischen Wirkung von Cannabis. Doch das größte Vergehen für den Arzt ist, dass Simpson seine Anhänger davor warnt, wirksame Krebstherapien zu nutzen.

Hinweis: Mit unserem Artikel wollen wir keinesfalls dazu aufrufen, das Rick Simpson Öl selbst herzustellen und/oder zu konsumieren! Sondern wir wollen ausschließlich über RSO aufklären. Das Öl ist und bleibt illegal und verstößt gegen das deutsche Betäubungsmittelgesetz!