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Sollte Cannabis legalisiert werden? Die leidige Diskussion über die Legalisierung

Bei unserer Recherche zu diesem Thema haben wir so manche Meinung gelesen und per Videoaufzeichnung gehört. Dabei kommt immer wieder die Frage auf, ob die Legalisierung von Cannabis ein Irrweg ist. Wir werden in diesem Artikel einmal das Thema „Legalisierung von Cannabis“ von allen Seiten betrachten, indem wir pro und contra gegenüberstellen. Im Besonderen in Deutschland ist das Thema „Legalisierung von Drogen bzw. Cannabis“ ein Sachverhalt, das immer mehr in den Medien erscheint, aber von der Politik keine intensive Beachtung findet.

Der aktuelle Wissensstand zur Legalisierung von Cannabis Produkten.

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Die Legalisierung von Cannabis – ja oder nein – Legen wir los mit Fakten!

  • Im Drogen- und Suchtbericht 2018 der Bundesregierung hieß es, dass der Drogenkonsum ansteigt.
  • Mehr als 4 Millionen Bundesbürger konsumieren Cannabis.
  • Nur ein kleiner Teil hat Probleme mit dem Konsum, noch weniger entwickeln eine Abhängigkeit.
  • 1994 stufte das Bundesverfassungsgericht in einer Entscheidung „das Suchtpotenzial der Cannabisprodukte als sehr gering ein“ (BVerfG 9.3.1994).

Heute wird die Hypothese, dass es sich bei Cannabis um eine Einstiegsdroge handelt, als Mythos abgelehnt. Das Rauchen der Hanfblüten ist gewiss nicht völlig ohne risikofrei. Wird der Konsum übertrieben, dann kann das zu Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags führen oder zu Atemwegsproblemen. Nur in äußerst seltenen Fällen ist es möglich, dass Cannabis eine latent vorhandene Psychose auslöst.

Von zahlreichen Studien wird belegt, dass Cannabis weniger schädlich ist, als Tabak und Alkohol. Von diesen legalen Volksdrogen werden im Gegensatz zu Hanf Organe angegriffen. Dazu kommt, dass nach offiziellen Angaben jedes Jahr über 100.000 Todesopfer von Tabak und Alkohol gefordert werden. Zum Vergleich: Cannabistote sind nicht dokumentiert – kein einziger Todesfall!

In der Medizin wird Cannabis zunehmend eingesetzt. Bei vielen Krankheiten stellt es eine wirksame Alternative zu den Pharmaprodukten dar, da die Risiken und Nebenwirkungen vergleichsweise gering sind.

Damit ist aus medizinischer Sicht ein Cannabisverbot nicht zu rechtfertigen.

Wie ist es um die Legalisierung in anderen Ländern bestellt?

Nur für Schmerzpatienten mit Rezept ist der Konsum von Cannabis erlaubt. Für alle anderen ist der Anbau, Verkauf und/oder Konsum strikt verboten. Dagegen sieht es in der Welt anders aus. Immer mehr Ländern sehen in Cannabis nicht mehr nur die Nachteile.

Der Trend geht in den Vereinigten Staaten in Richtung Legalisierung von Cannabis. Immer mehr Staaten fordern bereits seit 2012 das legale Kiffen. Den Start machten Colorado und Washington, weiter ging es mit den Städten Portland, Ferndale und Lansing. In Alaska ist der Konsum seit 2014 erlaubt und 2016 folgten Kalifornien, Nevada, Maine und Massachusetts. In den anderen US-amerikanischen Staaten ist Cannabis wie in Deutschland rezeptpflichtig und ist nur als Medizin legal.

Die Premier Cannabis Retail Trade Association – kurz UCBA – setzt sich für den Cannabis-Einzelhandel im Staat Kalifornien ein. Durch die politischen Bemühungen des Verbands wird eine regulierte Cannabisindustrie gestaltet und zugleich entsteht ein Netzwerk sowie eine Community für eine lizenzierte Industrie. Auf der Webseite des UCBA gibt es News rund um den Cannabis Konsum, die Legalisierung und die legale Marihuana Industrie.

Seit Mitte 2018 gibt es ebenfalls in Kanada legal Cannabis zu kaufen, womit Justin Trudeau, der kanadische Premierminister sein Wahlversprechen einlöste. Jeder Volljährige darf straffrei kleine Mengen besitzen und konsumieren und selbst der Anbau von drei bis vier Pflanzen ist legal. Kanada ist die erste G7-Nation, die diesen Schritt wagt und sich mit Uruguay, Südafrika und den US-Bundesstaaten in eine Reihe stellt.

Warum funktioniert es in anderen Ländern, aber nicht in Deutschland?

In Deutschland beschäftigen sich viele Menschen mit dem Thema Cannabis. In 2017 unterzeichneten knapp 80.000 Bundesbürger eine Initiative zur Legalisierung und damit war diese unter insgesamt 11.000 Bürgeranliegen die erfolgreichste Petition in dem Jahr.

In 2018 ermittelte Justus Haucap, Ökonom an der Universität Düsseldorf und ehemaliger Vorsitzender der Monopolkommission wie Deutschland von der Legalisierung profitieren könnte. Er fertigte für den deutschen Hanfverband die erste breit angelegte deutsche Cannabis-Studie an. Darin ging es im wesentlich um drei Felder, die dem deutschen Fiskus Geld in die Kasse spülen würde:

  • Steuereinnahmen,
  • wegfallende Repressionskosten
  • ein lukrativer Wirtschaftszweig, der aus dem ohnehin bereits bestehenden Schwarzmarkt entstehen würde.

Haucap errechnete, dass die Legalisierung dem Staat jährlich rund 2,7 Milliarden Euro bringen würde.

Das Problem ist, dass bis jetzt noch keine Eindeutige Entscheidung in Sicht ist. In jeder Fraktion gibt es Pro- und Contra-Stimmen. So sind CSU und AfD gegen die Freigabe, während die Grünen, die FDP und die Linke dem Thema liberal gegenüber stehen. Laut der FDP und den Grünen liegt die Entkriminalisierung des Joints ebenfalls im Sicherheitsinteresse der Konsumenten, da die Inhaltsstoffe überwacht und die Abgabe an Minderjährige durch die Legalisierung besser kontrollierbar wären.

Weitere Fakten und Argumente, rund um die Cannabis Legalisierung

Insbesondere gibt es ein „Schreckbild“ das immer wieder durch die Medien geistert: hochpotentes oder „genmanipuliertes“ Gras. Dabei wird eines übersehen. Den Niederländern ist es bereits vor langen gelungen, stärkere Sorten durch den „Indoor-Anbau“ und optimierte Zuchtbedingungen zu züchten. Dadurch kam es zu einem signifikanten Anstieg der THC-Gehalte. Doch dies ist nicht mehr so eindeutig wie einst von den Medien und Experten behauptet wurde bzw. wird.

Selbst das BKA erklärte, dass es zwar Funde gab, die einen hohen THC-Gehalt aufwiesen, aber es nicht zu einem allgemeinen Anstieg kam. Selbst die europäische Drogenbeobachtungsstelle (EMCDDA) kam zu dem Ergebnis, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass der Wirkstoffgehalt angestiegen ist auf den europäischen Cannabismärkten.

Hier ist eines wichtig: Selbst ein hoher THC-Gehalt stellt kein Problem dar, solange der Konsument weiß, was er konsumiert und seinen Konsum entsprechend darauf ausrichtet!

Durch das Verbot wird somit eine wünschenswerte Qualitätskontrolle verhindert.

Wird die Gesellschaft durch das Verbot drogenfrei?

Das Ziel, dass immer wieder angesprochen wird, in Hinsicht auf das Verbot ist eine totale Abstinenz. Die legalen Drogen übersieht man dabei großzügig. Um ehrlich zu sein, eine drogenfreie Gesellschaft ist weder realistisch noch wünschenswert.

Ein jeder sollte aus demokratischen und freiheitlichen Gründen selbst die Entscheidung treffen dürfen, ob und welche Drogen er konsumieren möchte.

Unter legalen sowie illegalen Bedingungen bestehen die Risiken und Probleme die der Hanf-Konsum oder der Konsum von anderen Drogen mit sich bringen. Diese sind abhängig von verschiedenen Faktoren: Art der Drogen, Konsumverhalten und dem sozialen Umfeld.

Ein Verbot bringt weitere Probleme mit sich: Der Konsument muss sich in ein kriminelles Milieu begeben. Er erhält keine Informationen über die Qualität der Drogen und er wird kriminalisiert.

Das Verbot bedeutet für die Gesellschaft mehr Kriminalität, mit der Folge von hohen Kosten für Polizei und Justiz.

Werden Kinder durch das Verbot geschützt?

Ohne Frage handelt es sich dabei um ein wichtiges und berechtigtes Anliegen, dass die Kinder und Jugendlichen vor den negativen Auswirkungen des Cannabis Konsums geschützt werden.

Allerdings hat das Verbot sein wichtigstes Ziel, nicht erreicht: die Verringerung von Angebot und Nachfrage! (Siehe Statistik Drogen- und Suchtbericht 2018)

Insbesondere Cannabis ist in unserer Gesellschaft präsenter denn eh und je und es ist möglich, die Droge problemlos zu beschaffen. Die Zahl der deutschen Cannabiskonsumenten zeigt, dass diese sich unbeeindruckt von dem Verbot zeigen. Der Jugendschutz leidet erheblich unter dem Verbot. Die Händler auf dem Schwarzmarkt scheren sich nicht um die Qualität und interessieren sich nicht für das Alter ihre „Kunden“ oder deren Konsumgewohnheiten.

Jegliche Präventionsbemühungen gehen an den Bedürfnissen und Lebensrealitäten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen abstinenzorientiert vorbei. Stets wird der Konsum mit dem Missbrauch bzw. den problematischen Konsum auf eine Stufe gesetzt. Eben dadurch wird diese Art der Prävention unglaubwürdig. Das Ziel sollte vielmehr lauten: eine Erziehung zur Drogenmündigkeit. Durch die der Mensch befähigt ist, bewusst und selbstbestimmt mit Cannabis umzugehen.

Die Vorteile der Legalisierung auf den Punkt gebracht

Die Risiken und Problem, die Cannabis mit sich bringt, werden durch eine Legalisierung nicht beseitigt. Aber es würde eine Möglichkeit geschaffen, damit offen umzugehen.

  • Konsumenten werden durch ein Verbot nicht vom „Kiffen“ bzw. dem Konsum abgehalten.
  • Eine Legalisierung verspricht mehr Sicherheit – für die Konsumenten und die Händler.
  • Bei Marihuana handelt es sich um eine „weiche“ Droge – sie ist weniger schlimm als Alkohol und/oder Tabak.
  • Die Behörden werden durch eine Legalisierung entlastet.
  • Bei Cannabis handelt es sich nicht um eine Einstiegsdroge.
  • Durch das medizinische Marihuana wird das Verbot unnötig illegalisiert.