was ist cbd

Was ist CBD (Cannabidiol)? Alles über Eigenschaften, Wirkung, Einnahme und Studien

Von Cornelius De Luca | Aktualisiert:

Überall tauchen plötzlich Produkte auf, die den Wirkstoff Cannabidiol enthalten. Cannabidiol, oder auch CBD, wird von vielen als neuer Wunderwirkstoff angepriesen, aber stimmt das auch?

Was steckt wirklich dahinter? Welche Wirkungen kannst Du erwarten und wie sieht es mit den Forschungsergebnissen aus? In diesem Artikel kannst Du Dich über die Hintergründe informieren.

was ist cbd

Was ist CBD?

Doch zunächst einmal sollten wir den Begriff klären: Was ist CBD überhaupt?

CBD steht wie gesagt für Cannabidiol und ist einer der Wirkstoffe, die der Cannabis Pflanze entstammen. Das heißt, es ist ein natürlich vorkommender Stoff, der schon seit Langem in der Naturheilkunde verwendet wird. Du kennst bestimmt seinen ‚anrüchigen‘ Bruder, das THC. THC, oder Tetrahydrocannabinol, ist ebenfalls ein Wirkstoff der Cannabispflanze.

THC ist der Teil der Pflanze, welche berauschend wirkt. CBD dagegen hat diese Eigenschaft nicht – stattdessen wirkt es entspannend und vermittelt Ruhe, es treten also keine psychoaktiven Effekte auf.

Aufgrund der technischen Entwicklung ist es mittlerweile möglich, den Wirkstoff CBD zu isolieren und ihn als Einzelsubstanz anzubieten. Weil außerdem in den USA momentan ein wahrer Cannabis-Boom zu verzeichnen ist, führt dies zu einer Flut von neuartigen CBD Produkten, auch auf dem europäischen Markt.

Wie wird CBD hergestellt?

Wie genau der Hersteller das CBD aus der Pflanze extrahiert kommt natürlich darauf an, welches Produkt am Schluss anvisiert wird. Bei der Herstellung der Öle sind andere Verfahrensweisen angesagt wie bei einem Extrakt für Nasenspray, nur um ein Beispiel zu nennen

Wie bei jedem Naturprodukt ist es auch beim Hanf wichtig, dass die Pflanze frisch ist und so schonend wie möglich bearbeitet wird.

Im Allgemeinen reicht die Palette der Bearbeitungsmethoden von „do it yourself“ bis extrem technisch – der ein oder andere könnte also in Theorie sogar zu Hause sein CBD aus THC-freiem Hanf gewinnen.

Die hochtechnisierte Verarbeitung ist aber die Variante, die zu den besten Ergebnissen führt. Nur bei professionellen Produkten kannst Du dir nämlich sicher sein, dass das Produkt auch immer die gleiche Dosierung in sich trägt!

Werde Ich von CBD high?

Kurz und bündig: Nein! Wie gesagt ist Cannabidiol ein Wirkstoff, der nicht psychaktiv wirkt, somit bist Du hier auf der sicheren Seite.

high werden von cbd

In einem Artikel beschrieb die US-Amerikanische Ärztin und Cannabis-Expertin Dr. Junella Chin die Wirkung von CBD folgendermaßen:

Auch wenn der Cannabis Pflanze seit jeher eine euphorisierende Wirkung nachgesagt wird, haben wir es bei CBD mit dem Teil der Pflanze zu tun, der sich überhaupt nicht auf die Psyche des Verbrauchers auswirkt. Diese Reaktion kommt vom THC und den anderen, über 100 Wirkstoffen, die sich ebenfalls noch in dieser Nutzpflanze befinden.

Der Konsum von CBD wird einen nicht beflügeln oder psychisch anstacheln. Dieses ‚High‘ kommt beim CBD nicht vor.

Es muss aber an dieser Stelle hinzugefügt werden, dass unter Umständen THC unverhofft in deinem CBD drin ist. Deswegen ist es sehr wichtig, beim Kauf einen Hersteller auszuwählen, dem man vertrauen kann – dazu kommen wir aber später noch einmal!

Ist Hanf das gleiche wie CBD? Was ist mit Hanföl?

Leider gibt es im  Bereich von CBD viele Missverständnisse, was die Definitionen angeht. So mancher schmeißt Begriffe um sich, die mit CBD oft eher wenig zu tun haben.

Die Mutterpflanze der Spezies Cannabis Sativa (oder auch: ‚Echter Hanf‘) lässt sich in zwei Hauptstämme aufteilen: Der eine ist Marihuana, der andere ist Hanf, beziehungsweise Nutzhanf. Beide Stämme weisen aber völlig unterschiedliche Verhältnisse von CBD und THC auf. In der Umgangssprache wird oftmals Nutzhanf mit Cannabis gleichgesetzt, es ist also Vorsicht geboten!

Nutzhanf hat nur einen sehr geringen Anteil an Tetrahydrocannabinol (THC, weniger als 0,3%), dafür aber einen großen Anteil an CBD. Dieser CBD Anteil wurde im Zuge der neueren Züchtungen sogar nochmals größer!

Marihuana ist die Pflanze, aus denen das medizinische Cannabis gewonnen wird. Hier haben wir es vor allem mit THC zu tun – aber natürlich ist auch beim Marihuana ein gewisser Anteil von CBD dabei.

cbd vs hanföl

Wenn wir uns die Wirkstoffe und die Verhältnisse der beiden anschauen, ist also Hanf etwas völlig anderes wie Marihuana. Diese beiden Dinge solltest Du nicht miteinander verwechseln!

Ein weiterer wichtiger Punkt der vielleicht für Verwirrung sorgt, ist das Hanföl. Hanföl ist nicht das gleiche wie CBD Öl, da es aus den Samen der Hanfpflanze hergestellt wird. In diesem Öl ist so gut wie gar kein Wirkstoff drin, weder CBD noch THC.

Hanföl wird vor allem als gesundheitsförderndes Nahrungsmittel verwendet, da es viele gesunde Fetten bietet und aufgrund seiner feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften vielfach in Kosmetikprodukten eingesetzt wird. Wenn du also an CBD Öl interessiert bist, solltest du dir kein Hanföl kaufen!

Herkunft und Geschichte der Hanfpflanze

Hanf stammt ursprünglich aus Zentralasien. In China wurde schon 2800 vor Christus Hanf kultiviert und als Nutzpflanze verwendet, auch um damit Papier herzustellen. Die Pflanze bahnte sich ihren Weg bis an die Mittelmeerküsten Europas und war schon im frühen Zeitalter des Christentums weit verbreitet.

Schließlich erreichte Hanf auch die neue Welt, 1500 fanden die ersten Pflanzungen in Chile statt und ein Jahrhundert später konnten auch die Nordamerikaner die ersten Ernten begrüßen.

Anwendung und Vorteile von CBD: Wie ist die Studienlage?

Kommen wir nun zu den interessanten Aspekten: Was sind die Wirkungen, die CBD hat? Was für positive gesundheitliche Ergebnisse kannst Du mit Cannabidiol erwarten und wie sieht die aktuelle Studienlage aus?

Auch wenn beim CBD vor allem Anekdoten begeisterter User existieren, ist in gewissen Bereichen die Wissenschaft schon durchaus aussagekräftig – wenn auch noch nicht abschließend! In fast allen Studien heißt es am Schluss, dass „noch weitere Studien nötig sind“. Wir dürfen also gespannt sein!

Gehen wir die einzelnen Bereiche mal durch:

Schmerzen

Kann CBD Schmerzen lindern? Nun, es kommt darauf an, um welche Schmerzen es sich handelt. Nicht jede Art von Schmerzen spricht gleich stark auf eine Behandlung mit CBD an.

Dr. Houman Danesh, ein Experte auf dem Gebiet der Schmerztherapie, ließ verlauten, dass „sowohl Schmerzen des Bewegungsapparates als auch Schmerzen der Nervenbahnen“ mit CBD gelindert werden könnten. Es komme aber auf den Einzelfall an, wie stark diese oder jene Schmerform auf die Therapie anspricht.

cbd gegen schmerzen einsetzen

Gibt es für diese Aussagen Belege aus der Forschung? Ja, die gibt es tatsächlich, sogar in großem Umfang! 2009 führte Eva Martín-Sánchez eine Meta-Analyse durch, die 18 unterschiedliche Studien im Bereich CBD und Schmerztherapie zum Thema hatte.

Das Ergebnis war, dass in 71% der Fälle eine Verbesserung der Schmerzsituation zu beobachten war. Auch wenn diese Ergebnisse in der Zusammenfassung lediglich als „moderat“ angeführt wurde, ist die hohe Erfolgsrate bemerkenswert! (1)Eva Martín-Sánchez et al., Systematic Review and Meta-analysis of Cannabis Treatment for Chronic Pain, 2009, Pain Medicine – Volume 10

Angstzustände

Solltest Du CBD in Betracht ziehen, wenn du unter heftigen Angstgefühlen leidest? Der Aussage von Dr. Chin nach auf jeden Fall! „CBD teilt deinem Körper mit, dass er sich an einem sicheren Ort befindet und er sich beruhigen kann.“

Dieser Anwendungsempfehlung fügt sie noch hinzu, dass Cannabidiol das Nervensystem dahingehend beeinflusst, dass der angstauslösende ‚flight or flight-‚ Effekt stark vermindert wird oder sogar völlig ausbleibt. Bei Patienten mit Angststörung wird damit erreicht, dass sie endlich zur Ruhe kommen können.

Wie auch beim Zusammenhang CBD und Schmerzen können wir hier von positiven Studienergebnissen berichten:

Erst kürzlich wurde eine Studie veröffentlicht, die nicht nur Ängste sondern auch Schlafprobleme zum Inhalt hatte. In dieser Studie wurden 72 Probanden mit Cannabidiol behandelt. Die Ergebnisse waren, dass sage und schreibe 80% der Patienten eine Verbesserung ihrer Angststörung zu Protokoll gaben! Auch ihr Schlaf hatte sich verbessert, was wir im nächsten Punkt noch ansprechen werden. (2)Shannon S et al., 2019 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30624194

Schlaflosigkeit

Gesunder Schlaf ist einer der wichtigsten Aspekte, wenn es darum geht, den Körper zu heilen und ausgeruht in den Tag starten zu können. Wer will schon wie gerädert morgens aus dem Bett fallen und sich durch die Arbeit quälen?

Viele Endverbraucher entscheiden sich deswegen für den Gebrauch von CBD, um besser einschlafen oder durchschlafen zu können und berichten auch von tollen Erfolgen. Inwiefern hat dies auch wissenschaftlich Hand und Fuß?

Wie in der obigen Studie erwähnt, kann CBD dazu beitragen, besser zu schlafen. Die genannte Studie untersuchte neben den Angstzuständen auch die Schlafgewohnheiten der Teilnehmer. Das Resultat war, dass zwei Drittel von spürbaren Verbesserungen ihrer Schlafqualität berichten konnten.

Doch nicht nur das: Die Wissenschaftler ergänzten ihre Ergebnisse noch mit dem Hinweis, dass CBD dazu beitragen kann, sich während des Tages weniger müde und schlapp zu fühlen.(3) Shannon S et al., 2019 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30624194

Auch andere Studien haben mittlerweile angedeutet, dass CBD durchaus als innovativer Muntermacher verwendet werden kann, wie zum Beispiel 2014 das Team um Murillo-Rodríguez bestätigte.(4)Murillo-Rodríguez E et al., 2014 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4023456

Rauchentwöhnung

Welcher Raucher würde nicht gerne dem Glimmstengel abschwören? Jetzt geht es vielleicht umso leichter:

In einer Studie von 2016 wurde gezeigt, dass CBD-Öl ein wirksames Hilfsmittel sein kann, wenn es um die Rauchentwöhnung geht. Forscher des University College in London haben ein Paper in der Fachzeitschrift „Addictive Behaviors“ (Suchtverhalten) veröffentlicht, welche das Verhalten von Rauchern miteinander verglich. In der einen Gruppe wurden den Rauchern normale Zigaretten zur Verfügung gestellt, in der anderen Gruppe waren die Zigaretten zusätzlich noch mit CBD angereichert.(5)Morgan CJ et al., 2016 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23685330

Das erstaunliche Ergebnis war, dass die CBD Gruppe im Verlauf der Studie bis zu 40% weniger Zigaretten rauchten – ein wirklich tolles Ergebnis. Vor allem wenn man sich folgenden Satz der Endergebnisse zu Gemüte führt: „Selbst nach dem Ende der Studie schien sich anzudeuten, dass dieser reduzierte Konsum beibehalten wurde.“ Dauerhaft 40% weniger Rauchen? Wenn sich das mal nicht gut anhört – ein erster Schritt zur völligen Entwöhnung wäre es auf jeden Fall!

cbd gegen rauchen

Krebs

Auch wenn Anekdoten durch die Szene geistern, die Cannabidiol als „Wundermittel der Krebsheilung“ anpreisen – Studien in diesem Bereich können solchen Aussagen nicht standhalten. Die Wissenschaft kann höchstens mit Resultaten aufwarten, die Krebs bei Nagetieren kurierte oder solche, bei denen menschliche Krebszellen im Reagenzglas mit CBD erfolgreich bekämpft wurden.

Dennoch lassen sich auch im Bereich der Behandlung von Krebspatienten positive Ergebnisse vermelden. Wenn zwar die Krankheit selbst nicht gestoppt wird, so kann CBD dennoch eine wichtige Rolle dabei spielen, die schlimmen Nebenwirkungen in Schach zu halten.

In einer britischen Studie von 2010 wurden 177 Krebspatienten untersucht, bei denen herkömmliche Schmerzmittel nicht halfen und bei denen auch die Nebenwirkungen der Chemotherapie drastische Folgen hatten. Diese Nebenwirkungen der Chemotherapie sind vor allem Übelkeit und starker Brechreiz.

Nach dem Studienzeitraum wurde festgestellt, das diejenige Gruppe die eine Wirkstoffkombination von CBD und THC erhalten hatten, doppelt so gut abschnitt als die Gruppe, die nur THC bekommen hatte. Die Forscher beschlossen ihren Bericht mit den Worten, dass „ein Mischextrakt von THC und CBD auf jeden Fall dafür geeignet ist, Krebspatienten im fortgeschrittenen Stadium von ihren Schmerzen zu befreien.“ Auch hier sehen wir also eine eindeutige Empfehlung!(6) Morgan CJ et al., 2016 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23685330

Auch in anderen Studien wurde dies bestätigt, wie bei einer kleineren Studie aus dem Jahr 2006.(7)Duran M et al., 2006 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2997305/ Bei beiden Krebsstudien muss aber der Fairness halber gesagt werden, dass es sich um Kombipräparate handelte, die neben CBD auch noch Tetrahydrocannabinol enthielten.

Akne

Ein völlig anderes Anwendungsgebiet von Cannabidiol ist Akne. Über 9 Prozent der Bevölkerung sind von Akne betroffen, müssen unter Pickel und Hautunreinheiten leiden. Die Ursachen werden meist zwar meist in den Genen vermutet, aber auch Entzündungen und eine Überproduktion von Talg trägt zu dieser Hautkrankheit bei. Und, auch wenn es fast wie Wunderwerk erscheint: Es kann sein, dass CBD auch bei Akne hilft!

Ein ungarisches Forscherteam machte sich 2014 auf, Hautzellen und deren Talgdrüsen mit CBD zu bearbeiten. Außerdem schauten sie sich genauer an, was CBD mit den Entzündungsherden anstellt, die eine Akneerkrankung zusätzlich befeuern.

Die Ergebnisse waren, dass CBD Öl die Talgdrüsen davon abhielt, überschüssigen Talg zu produzieren. Außerdem trug Cannabidiol dazu bei, die sogenannten „entzündungsfördernden Zytokine“ auf ein Minimum zu beschränken, Mit der Kombination beider Maßnahmen sorgten die Wissenschaftler dafür, dass die Hautkrankheit gar nicht erst ausbrach.(8) Olah A et al., 2014 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25061872

Auch wenn diese Studie im Labor an Zellen im Reagenzglas durchgeführt wurde, deutete die Studie an, dass die Ergebnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit auch am echten Menschen wiederholt werden könnten.

Diese Vermutung wurde im Jahre 2016 dann auch tatsächlich bestätigt: Dasselbe Forscherteam um Dr. Olah bescheinigte den Cannabinoiden eine positive Wirkung, was die Behandlung von trockener Haut und Akne angeht.(9)Olah A et al., 2016 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27094344

Weitere Anwendungsmöglichkeiten von CBD sind

  • Stress, Überbelastung und Nervosität
  • Diabetes
  • Multiple Sklerose
  • Morbus Crohn und Fibromalgie
  • Asthma und Allergien
  • Alzheimer und Demenz
  • Arthrose
  • Epilepsie
  • Fettleibigkeit und Übergewicht
  • Hepatitis
  • Nervenkrankheiten
  • Rheuma
  • Sepsis
  • Suchterkrankungen

Einnahmearten: Wie nehme ich CBD richtig ein?

Ihr habt sicher schon von den vielen Möglichkeiten gehört, wie man CBD zu sich nehmen kann. Essbare Produkte sind im Angebot, genauso wie Öle, Tinkturen, Sprays oder CBD für den Vaporizer. Je nach Art der Einnahme unterscheiden sich auch die Stärke der Wirkung und wann diese einsetzt.

cbd richtig einnehmen

Hier eine kleine Übersicht:

Ingestion

Als erstes kannst Du CBD natürlich einfach ganz normal über den Mund zu dir nehmen. Beim Schlucken von ein paar Tropfen CBD-Öl wird das Cannabidiol dann über den Verdauungstrakt verarbeitet. Nachdem die Leber passiert wurde, kommt dann der Wirkstoff auch im Blutkreislauf an. Das ist die einfachste Methode, im Vergleich zu den anderen aber auch die langsamste.

Sublingual (unter der Zunge)

Während wir uns bei der Aufnahme durch Herunterschlucken auf unseren Magen-Darm Trakt verlassen, steht uns im Mundraum noch eine weitere Option offen: Die sublinguale Aufnahme. Dabei behalten wir einige Tropfen des CBD-Produkts unter der Zunge bevor es geschluckt wird.

Bei dieser Methode wird der Verdauungstrakt umgangen, weil die Schleimhäute im Mundbereich bereits direkt mit der Aufnahme des CBDs beginnen. Du kannst also mit der sublingualen Methode einen Teil des Wirkstoffes absorbieren, der sonst der Leber zum Opfer gefallen wäre. Außerdem gelangt das CBD so auch schneller ins Blut.

Inhalieren (über die Lunge)

Bei der dritten Variante genehmigen wir uns CBD nicht oral, sondern inhalieren den Wirkstoff. Dafür kommt entweder das Rauchen in Frage oder Du nimmst ein CBD Produkt, welches für den Vaporizer entwickelt wurde.

Durch die Inhalation gelangt das Cannabidiol extrem rasch in die Blutbahn und kann so bedeutend schneller seine Wirkung zeigen. Im Vergleich zu den deutlich langsameren oralen Varianten, steht beim Inhalieren der Wirkstoff bereits nach wenigen Minuten zur Verfügung.

Topisch (über die Haut)

Von dieser Einnahmeform hast Du vielleicht noch nicht gehört: CBD lässt sich auch topisch auftragen, das heißt, dass der Wirkstoff über die Haut aufgenommen wird. Dafür wurden eigens spezielle Cremes und Lotionen entwickelt, die das Mittel über die Hautbarriere einwirken lassen.

Während die Aufnahme über den Mundraum den Zweck hat, den gesamten Körper mit CBD zu versorgen, ist das Ziel einer topischen Anwendung bestimmte Bereiche der Haut gezielt zu behandeln, wie Beispielsweise bei Hautproblemen, Schmerzen oder Entzündungen.

Sprays

CBD lässt sich auch noch über ein Nasenspray verwenden, selbst Sprays für den Mund haben bereits den Markt erobert. Vergleichbar zu der Einnahmeform als sublinguales Öl wird auch hier der Vorteil ausgenutzt, dass das CBD über die Schleimhäute besser und schneller aufgenommen kann, als über das Verdauungssystem.

Welche Einnahmeformen von CBD gibt es?

Du kannst CBD in einer Unmenge von Formen einnehmen, hier sind ein paar Beispiele dafür:

  • CBD Kapseln
  • CBD-Öl
  • CBD Liquid
  • CBD Salben
  • CBD Blüten
  • CBD Kristalle
  • CBD Getränke
  • CBD Wachs

Wie dosiere ich CBD richtig?

Wieviel CBD sollst du nun eigentlich genau zu dir nehmen? Das ist natürlich ein Knackpunkt, denn hier genaue Empfehlungen zu geben ist schlichtweg unmöglich. Jeder reagiert anders auf CBD und die lockere Dosierung des einen ist für den anderen unter Umständen zu heftig.

cbd dosierung

Wir empfehlen im Allgemeinen, 10 bis 100 mg Cannabidiol am Tag zu verwenden, wenn Du an einer allgemeinen Verbesserung deiner Schmerz- oder Angstsituation interessiert bist. In diesem Dosierungsbereich sollten sich auch Verbesserungen anderer Krankheitsbilder einstellen.

Für genauere Informationen kannst Du dir hier unseren Artikel zum Thema Dosierung durchlesen.

Wirkung von CBD und das Endocannabinoid-System

Der menschliche Körper verfügt über eine Vielzahl an Rezeptorsystemen. Eines dieser Systeme ist das sogenannte Endocannabinoid-System. Dieses hat den Zweck unseren Körper allgemein in Balance zu halten und kümmert sich darum, dass Stressfaktoren in unserer Umwelt nicht allzu negativ in unser Wohlbefinden eingreifen.

Um sich dieser Aufgabe widmen zu können, hat das Endocannabinoid System verschiedene Rezeptoren, die mit Botenstoffen interagieren. Hier tritt nun CBD auf den Plan: Es wirkt als externer Botenstoff und sorgt dafür, dass das Endocannabinoid-System mit den richtigen, beruhigenden Signalen versorgt wird.

Es wird in der Wissenschaft ja mittlerweile gemunkelt, dass Schmerzen, Angst und Depressionen damit zusammenhängen, dass der Körper selbst zu wenig der eigenen Cannabinoide herstellt. Aus diesem Grund kann bei manchen Menschen eine Versorgung von außen enorm hilfreich sein!

Wie fühlt es sich an wenn ich CBD zu mir nehme?

Nun, wie gesagt: Es kommt es darauf an. Da jeder Mensch eine andere Biologie hat und sich bei jedem die Situation des Endocannabinoid-Systems unterscheidet, ist die Wirkung eine extrem individuelle Sache.

Viele Benutzer von CBD berichten davon, dass sie sich danach entspannter fühlen und sich ihre Angstgefühle lösen. Andere wiederum meinen, dass ihne Cannabidiol dabei hilft, fokussierter zu arbeiten. Wenn Du meinst, dass dir CBD in deiner Lage helfen könnte, kannst du es ja einfach mal ausprobieren!

Weitere Punkte zur Wirkung von CBD findest Du hier.

Nebenwirkungen

Auch wenn Cannabidiol frei verkauft werden kann, ist CBD eine medizinisch wirksame Substanz. Jeder Endverbraucher sollte sich dessen bewusst sein. Das bedeutet, dass vor allem Menschen die Medikamente zu sich nehmen, achtsam sein sollten. Sprich zur Sicherheit lieber mit deinem Arzt, bevor Du CBD mit deiner aktuellen Medikamentengabe kombinierst.

Ein Zuviel an CBD kann sich unter anderem mit folgenden Nebenwirkungen äußern:

  • Kopfschmerzen
  • Abgeschlagenheit oder Müdigkeit
  • Eine Ab- oder Zunahme des Appetits
  • Verdauungsstörungen

Es empfiehlt sich, mit der Dosis niedrig zu beginnen und sorgsam zu beobachten, wie man sich fühlt! Die WHO stuft CBD als unbedenklich ein. (10)https://www.who.int/medicines/news/2017/WHO-recommends-most-stringent-level-int-control/en/

Was sagt das Gesetz?

Momentan ist CBD frei verfügbar und weder Apotheken- noch verschreibungspflichtig. Für den Wirkstoff THC gelten andere Regeln, wobei aber auch seit der Legalisierung dieses Wirkstoffes medizinisches Cannabis mehr und mehr in Erscheinung tritt.

Für aktuelle Informationen über die rechtliche Situation in Deutschland und ob CBD legal ist kannst Du dir hier unsere Informationen zur Rechtslage ansehen.

cbd und das gesetz

Werde ich mit CBD positiv auf Drogen getestet?

Solange Du dir ein CBD Produkt geholt hast, dass reines Cannabidiol enthält, bist du bei einem Drogentest auf der sicheren Seite. Produkte, denen THC beigemengt ist, können dagegen zu einem positiven Drogentest führen. Deswegen sollten vor allem Athleten darauf achten, dass ihr CBD ein hochgradig reines Produkt ist!

Damit sind wir auch schon bei den Produktmerkmalen:

Wo kann ich das CBD-Öl kaufen und was sollte ich vor dem Kauf beachten?

Da es mittlerweile buchstäblich Hunderte von CBD Produkten auf dem Markt gibt, solltet ihr beim Kauf gewisse Dinge sicherstellen. Einen ausführlichen Ratgeber zum Thema Einkauf findet ihr hier: CBD kaufen

  • Ist das Etikett professionell gestaltet? Es sollte ganz genaue Angaben machen, wer der Hersteller ist, was enthalten ist und im besten Fall noch einen Warnhinweis. Manche Produkte machen zusätzlich noch Angaben darüber, ob sie ihre Produkte haben testen lassen.
  • Was ist die genaue Dosierung des Produktes? Dieser Punkt sollte glasklar erkennbar sein. Außerdem sollte ersichtlich sein, ob neben dem reinen CBD noch andere Cannabinoide enthalten sind.
  • Gibt der Hersteller an, dass dieses Produkt Krankheiten heilen könne? Falls ja, dann lass lieber die Finger davon! Solche fragwürdigen Aussagen sind nämlich strikt verboten und werden außerdem von der Forschung keinesfalls unterstützt.
  • Kannst du auf dem Produkt eine Chargennummer finden? Ein CBD Produkt ohne Identifikationsmerkmal kann von keinem professionellen Hersteller sein. Das deutet eher darauf hin, dass hier schludrig gearbeitet wird.

Achte außerdem darauf, dass auch wirklich alle Inhaltsstoffe angegeben sind, wie zum Beispiel zugesetztes Melatonin!

Fazit

Der Wirkstoff Cannabidiol wurde in den letzten Jahren ausgiebig studiert. Seine positiven Wirkungen im Bereich Depression, Schmerzlinderung und Akne wurden in einigen Studien bestätigt. Selbst bei Patienten mit Krebs haben wir gesehen, dass CBD dazu beitragen kann, die Behandlung zu unterstützen.

Dennoch ist die Studienlage noch nicht 100% klar und es muss weiter geforscht werden. Vor allem fehlt es an groß angelegten, randomisierten Studien um noch bessere Aussagen treffen zu können.

Demgegenüber stehen viele positive Ergebnisse im Raum, wie wir in den kleineren Studien gesehen haben. Diese sollten wir nicht ignorieren – sondern in eine informierte Kaufentscheidung mit einbeziehen!

Quellen   [ + ]