CBD Magersucht

Hilft CBD bei Magersucht (Anorexia nervosa)? [5 Wege]

Von Cornelius De Luca | Aktualisiert:

CBD Öl könnte dir dabei helfen mit den Symptomen einer Magersucht (Anorexia nervosa) besser umzugehen. Erste Studien und Erfahrungsberichte zeigen zudem, dass CBD auf Auslöser der Magersucht eine vorbeugende Wirkung zu haben scheint. 

Um die Zusammenhänge besser zu verstehen, erklären wir zunächst, wie eine Magersucht entsteht und welche Symptome in der Folge auftreten. Wir beschreiben, welchen positiven Einfluss CBD auf diese Symptome haben könnte. 

Abschließend stellen wir CBD Öle vor, welche sich bei Magersucht besonders bewährt haben und geben Tipps zur richtigen Dosierung. 

Was ist Cannabidiol (CBD)?

CBD ist ein nicht-psychoaktiver Wirkstoff aus der Hanfpflanze. Im Gegensatz zum THC macht er nicht high und darf legal konsumiert werden. 

Anwender berichten unter anderem von einer schmerzlindernden, beruhigenden und antidepressiven Wirkung. Die zahlreichen positiven Erfahrungsberichte werden durch mehr und mehr klinische Studien belegt. 

Den Wirkstoff gibt es als Nahrungsergänzungsmittel – beliebt sind CBD Öl, Kapseln, Blüten oder Pasten. Auch erste Cannabis-Medikamente auf CBD-Basis wurden zugelassen.

Ursache & Symptome der Magersucht

Die Magersucht (Anorexia nervosa) ist eine schwere psychische Erkrankung. Typisch für diese Krankheit ist ein verzerrtes Körperbild. Patienten finden sich zu dick, selbst wenn sie bereits stark untergewichtig sind. Durch krankhaftes Fasten und Diäthalten, verlieren sie rasant an Gewicht, was zu lebensbedrohlichen Zuständen führen kann. 

Mögliche Auslöser dieser Essstörung sind: 

  • Geschichte des Missbrauchs
  • soziale Isolation
  • starkes Kontrollbedürfnis 
  • hoher Leistungsanspruch
  • belastendes Lebensereignis
  • soziale Phobie
  • Depression

In Folge der schlechten Nährstoffversorgung können eine ganze Reihe von Symptomen und Folgeerkrankungen auftreten:

  • Amenorrhoe (Fehlen einer Periode)
  • Anämie
  • Schwindelgefühl
  • Trockene Haut
  • Dehydrierung
  • Müdigkeit
  • Haarausfall
  • spröde Nägel
  • Herzleiden
  • Nierenversagen
  • Leberschäden
  • Verstopfung
  • niedriger Blutdruck
  • Osteoporose
  • schlechte Immunfunktion
  • schlechte Wundheilung

Neben tiefsitzenden, seelischen Konflikten können körperliche Ursachen eine Magersucht-Krankheit begünstigen. Dazu zählen:

  • genetische Faktoren 
  • gestörter Botenstoffwechsel
  • gestörte Stressverarbeitung

Eng in Verbindung mit der Magersucht stehen oft weitere Essstörungen, wie die Bulimie, die Binge-Eating-Störung und die Esssucht. Bei einer Essstörung ist die klassische Medizin oft überfordert – könnten Cannabinoide eine Hilfe sein?

5 Wege wie CBD bei Magersucht helfen kann

Cannabidiol wirkt im Zusammenspiel mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System (ECS). Dieses komplexe Netzwerk aus Cannabinoid-Rezeptoren (Zellrezeptoren) und Endocannabinoiden (Neurotransmittern) erstreckt sich über den gesamten Körper. 

Das ECS ist verantwortlich für die Aufrechterhaltung des biologisches Gleichgewichts im Körper. So beeinflusst es beispielsweise die Ausschüttung des Botenstoffs Ghrelin, welcher einen großen Einfluss auf unser Hungergefühl hat. 

1. CBD und sein Einfluss auf das Hungergefühl

Viele der an Magersucht erkrankten Patienten leiden unter Appetitlosigkeit. Forschungen legen nahe, dass diese Appetitlosigkeit in Zusammenhang mit dem ECS und der Anandamid-Konzentration im Blut stehen. Die Ausschüttung des Botenstoffes Ghrelin wird über das Endocannabinoid-System gesteuert und ist bei Magersüchtigen vermindert. CBD wirkt appetitanregend, indem es den Botenstoffwechsel verbessert. 

2. CBD und sein Einfluss auf das Belohnungszentrum 

Abgesehen vom fehlenden Hungergefühl, sind Magersüchtige noch mit einer weiteren Schwierigkeit konfrontiert. Bei vielen von ihnen bleibt das Belohnungsgefühl aus, welches normalerweise kurz nach einer Mahlzeit einsetzt. Aufgrund seiner Interaktion mit CB1-Rezeptoren verstärkt CBD dieses Gefühl und hilft dabei, eine positivere Einstellung zum Essen zu entwickeln.

3. CBD und seine antidepressive Wirkung

Personen mit Magersucht leiden häufig an Depressionen. Diese können der verzerrten Selbst- und Fremdwahrnehmung geschuldet sein. Umgekehrt können Depressionen eine Anorexia nervosa zur Folge haben. 

Unabhängig davon, welche Kausalität im Einzelfall vorliegt, kann CBD therapeutische Maßnahmen unterstützend begleiten. Das liegt an seiner antidepressiven Wirkung, welche durch aktuelle Studien belegt wird. (1)Sales AJ, Crestani CC, Guimarães FS, Joca SRL. Antidepressant-like effect induced by Cannabidiol is dependent on brain serotonin levelsProg Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry. 2018;86:255-261. doi:10.1016/j.pnpbp.2018.06.002

4. CBD und seine angstlösende Wirkung

Magersüchtige leiden unter einem verfälschten Körperbild, welches Angstzustände verursachen kann. Dank seiner angstlösenden und beruhigenden Wirkung, sorgt CBD für eine Linderung dieses Symptoms. 

5. CBD und sein Einfluss auf mögliche Folgeerkrankungen

Chronische Verstopfung, Darmträgheit, Magenkrämpfe und Übelkeit: Magersucht kann viele Probleme nach sich ziehen. Durch seine regulative Wirkung kann CBD auf diese Folgeerkrankungen einen mildernden Einfluss nehmen. 

Was die Wirkung von Cannabidiol positiv beeinflusst und warum es manchmal nicht wirkt, erfährst Du in diesem Artikel: CBD Wirkung.

Gibt es Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen treten selten auf. Außerdem fallen sie in der Regel milde aus und klingen schnell wieder ab. 

Unter anderem sind folgende Nebenwirkungen bekannt: 

  • niedriger Blutdruck
  • Müdigkeit
  • Mundtrockenheit 
  • Wechselwirkung mit Arzneimitteln

In den meisten Fällen sind minderwertige Produkte für das Auftreten von Nebenwirkungen verantwortlich. 

Weitere Nebenwirkungen und Kontraindikationen:

Möchtest Du Cannabidiol zur Behandlung von Anorexia nervosa einsetzten, verwendest Du am besten ein Vollspektrum-CBD-Produkt. Bei CBD Isolaten ist Vorsicht geboten: die isolierte Einnahme von CBD kann den Appetit reduzieren und ist damit kontraindiziert. 

In manchen Fällen kann selbst ein gutes Vollspektrum-Öl den Appetit negativ beeinflussen. Da jeder Mensch über einen individuellen Stoffwechsel verfügt – abhängig von Alter, Größe, Gewicht und Genetik – kann das CBD leicht unterschiedlich wirken. Solltest du feststellen, dass dein Appetit nach der Einnahme von CBD abnimmt, ist es womöglich für dich nicht geeignet. 

Wechselwirkung mit eingenommenen Medikamenten:

CBD beeinflusst körpereigene Enzyme und kann damit die Wirkung von Medikamenten verstärken oder abschwächen. Generell wird von der zeitgleichen Einnahme mit Neuroleptika, Säurehemmern und Schmerzmitteln abgeraten. 

Im Rahmen einer Magersucht ist besonders auf die Wechselwirkung mit trizyklischen Antidepressiva wie Clomi­pramin, Doxepin, Opipramol und Trimipramin zu achten. Um unerwünschte Wechselwirkungen möglichst zu vermeiden, sollte vor der Einnahme von CBD mit einem Arzt gesprochen werden.

Weitere Informationen zur Wechselwirkung mit bestimmten Medikamenten findest Du im Artikel CBD Nebenwirkungen. Dort erklären wir dir auch, was mögliche Auslöser sind und wie Du ihnen entgegenwirkst. 

CBD Öl einnehmen

So solltest du CBD einnehmen

CBD wird präventiv oder nach Bedarf eingenommen. Empfehlenswert ist die regelmäßige Einnahme. Prinzipiell ist dies zu jeder Tageszeit möglich. Dabei solltest Du darauf achten etwas fetthaltiges zur Einnahme zu essen oder zu trinken. Auf diese Art kann das fettlösliche Cannabidiol vom Körper besser aufgenommen werden. 

CBD Öle, Kapseln, Cremes, Pasten und mehr – CBD Produkte gibt es viele. Laut Erfahrungsberichten lassen sich die besten Ergebnisse mit einem CBD Öl erzielen. Dieses wird unter die Zunge geträufelt (sublingual) und über die Mundschleimhaut vom Körper aufgenommen.  

Achte darauf, dass es sich um ein Vollspektrum-Öl handelt. Insbesondere bei Magersucht ist von einem Isolat oder Breitbandspektrum CBD Öl abzuraten. Ebenfalls sollte ein kleiner Anteil THC im Öl vorhanden sein, da dieses appetitanregend wirkt. 

Genaueres über die verschiedenen CBD Produkte, die richtige Einnahmezeit und Einnahmehäufigkeit, erfährst Du im Artikel CBD Einnahme

Die Dosierung von CBD bei Magersucht

In der Praxis hat es sich bewährt, mit wenigen Tropfen zu starten und die Dosis langsam zu erhöhen. Bis der gewünschte Effekt eintritt. Zum Start eignen sich 5% und 10% CBD Öle bei milden bis mäßigen Symptomen. Bei starken Symptome sollten es mindestens 10%, besser 15% oder mehr sein.

Kurzanleitung:

  • Starte mit 1-2 Tropfen pro Tag
  • Erhöhe die Dosis schrittweise (weitere 1-2 Tropfen)
  • Ist die gewünschte Wirkung erreicht, bleibe bei der Dosis
  • Beobachte deine Entwicklung und justiere die Dosis nach Bedarf nach unten oder oben

Die richtige Dosis ist für den Erfolg einer Behandlung entscheidend. Wie der Dosierungsprozess genau funktioniert, erfährst Du im Artikel zur CBD Dosierung

Erfahrungen mit CBD bei Magersucht

Wie Du gesehen hast, kann eine Magersucht verschiedene Ursachen haben. Entsprechend unterschiedlich fallen die Erfahrungsberichte der Anwender aus: 

Am häufigsten wird von einer appetitanregenden Wirkung durch das CBD berichtet, welche in der Folge das Verhältnis zum Essen verbessert. Jedoch gibt es auch Anwender, die eine gegenteilige Erfahrung gemacht haben. Am besten Du probierst es selbst aus und beobachtest, wie CBD dein Hungergefühl beeinflusst. 

Ein weiteres Thema, das immer wieder Erwähnung findet, ist die stimmungsaufhellende Wirkung. Zwar wirkt Cannabidiol nicht psychoaktiv, dennoch kann es deine Stimmung positiv beeinflussen. 

Wie und wo Du dich über deine Erfahrungen austauschen kannst, erfährst Du in dem Artikel CBD Erfahrungen

Welche CBD Öle eignen sich bei Magersucht am besten?

Ein 5% oder 10% Vollspektrum CBD Öl eignet sich optimal für den die meisten Anwendungsfälle.

In unserer Kaufberatung findest du eine Übersicht über sehr gute 5% und 10% CBD Öle und Informationen worauf du bei der Auswahl des Produktes achten solltest.

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Fazit

Magersucht ist eine ernsthafte Erkrankung, bei der eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren zusammen kommen. Entsprechend schwierig und langwierig gestaltet sich der Heilungsprozess. CBD ist sicherlich kein Wundermittel – schon gar kein Ersatz für eine Therapie – dennoch kann es eine Behandlung unterstützen und die Erfolgsaussichten für eine Genesung verbessern. 

Es gibt keinen klaren Beweis dafür, dass Wirkstoffe aus der Cannabis-Pflanze – Cannabinoide wie THC und CBD – Magersucht sowie Essstörungen lindern. Erste wissenschaftliche Untersuchungen sowie Erfahrungen geben unserer Meinung genügend Anlass dazu, CBD Öl bei Magersucht auszuprobieren.

Wie sind deine Erfahrungen mit CBD? Hast Du Tipps, die anderen Anwendern helfen könnten oder eine Frage? Dann hinterlasse uns einen Kommentar!

Quellen   [ + ]

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