Hanfcreme

Hanfcreme & Hanföl für die Haut: Kaufberatung, Test & Erfahrungen

Von Cornelius De Luca | Aktualisiert:

CBD, CBDa, CBC, CBN, Terpene, Flavonoide – die Hanfpflanze strotzt geradezu voll wertvoller Inhaltsstoffe. Doch beim Hype um CBD übersieht man gerne, dass die Hanfpflanze noch viel mehr kann.

In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit dem Thema Hanfcreme und verraten dir, wofür sie eingesetzt wird und was sie so besonders macht. Dabei gehen wir speziell auf die gesundheitsförderlichen Eigenschaften des Hanföls ein.

Denn, auch wenn Hanföl kein CBD enthält, ist es dennoch ein kleines Wundermittel.

Außerdem gibt es bei uns eine Liste mit Produktempfehlungen und falls du nicht fündig werden solltest, auch eine kleine Anleitung, wie du deine Hanfcreme einfach selbst herstellen kannst.

Was ist Hanfcreme?

Eine Creme aus Hanf – klar! – aber warum gerade Hanf?

Weil Hanf eine sehr vielseitige Pflanze ist und mehr kann als nur “high” machen. Vor allem der Wirkstoff CBD ist aufgrund seiner positiven Effekte auf die Gesundheit inzwischen nicht mehr wegzudenken.

Dazu kommt, dass Hanf auch in der Textilindustrie immer beliebter wird. So kann man eigentlich alles an der Hanfpflanze irgendwie verwerten – von den Samen bis zur Blüte.

Für die Körperpflegeprodukte aus Hanf, werden Hanfsamen verwendet. Diese werden kalt gepresst, um an ihr wertvolles Öl heranzukommen. Das Hanföl ist reich an:

  • Omega-3 Fettsäuren
  • Omega-6 Fettsäuren
  • Gamma-Linolen-Säuren
  • Vitamin E
  • Vitamin B1 & B2
  • Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Calcium, Kupfer, Eisen und Zink

Viele Hersteller verwenden für ihre Pflegeprodukte Rohstoffe aus biologischer Landwirtschaft – manche auch aus Wildwuchs. Neben Hanföl enthalten die Cremes ätherische Öle, Kräuterextrakte, Fette, Wachse, Kokosöl, Shea- oder Kakaobutter. Hinzu kommen Konservierungsstoffe und Tenside.

Dabei sollte man stets darauf achten, dass auch diese – wie alle Inhaltsstoffe – aus natürlichen Rohstoffen gewonnen wurden.

Hanfcremes sind besonders für Menschen mit empfindlicher Haut, Allergien oder Hauterkrankungen geeignet. Die natürlichen Wirkstoffe des Hanfs sind sehr gut verträglich und tragen dazu bei, das Hautbild bei trockener, rissiger und sensibler Haut, bereits nach kurzer Zeit zu verbessern.

Die meisten Hanfcremes ziehen schnell ein und fetten nicht nach.

Daher sind Hanfcremes vor allem in Form einer Gesichtscreme beliebt – als Tages- und Nachtcreme – aber auch für stark strapazierte Hände eignen sich die heilenden Wirkstoffe des Hanfs. Es gibt Bodylotions mit Hanf und auch Seifen.

Sogar zur Behandlung von Arthrose, Schuppenflechte und Neurodermitis werden Hanfprodukte immer häufiger eingesetzt.

Wirkung & Anwendung

Hanfcreme wirkt auf vielfältige Art und Weise. So unterstützt sie die Elastizität der Haut, speichert Feuchtigkeit, fördert die Kollagenbildung und vermindert insgesamt die Zeichen der Hautalterung, indem sie freie Radikale bekämpft.

Außerdem vermindert das enthaltene Vitamin E die Faltenbildung.

Aufgrund dieser Wirkungsweise wird Hanfcreme häufig bei juckender, trockener oder rissiger Haut – vor allem  im Bereich der Ellenbogen, Knie, Arme oder Fußsohlen – erfolgreich eingesetzt. Sie beruhigt empfindliche Hautstellen und spendet Feuchtigkeit.

Inzwischen deuten sogar einige Studien darauf hin, dass die antibakterielle Wirkung der Hanfcreme, die Schmerzen und Symptome bei einer Neurodermitis-Erkrankung lindern können.

  • Auch zur begleitenden Behandlung von Arthrose und Schuppenflechte scheint die Hanfpflanze bestens geeignet zu sein. So gibt es eine Studie, die nahelegt, dass das im Cannabis enthaltene CBD, die Schmerzen bei Arthritis linder kann(1)Hammell DR et al., Transdermal cannabidiol reduces inflammation and pain-related behaviours in a rat model of arthritis. 2016, Eur J Pain
  • Eine andere Studie kam zu dem Ergebnis, dass CBD – aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung – bei Akne helfen kann(2)Olah A et al., Cannabidiol exerts sebostatic and antiinflammatory effects on human sebocytes. 2014, J Clin Invest, Hier im Volltext
  • Außerdem kann CBD den Juckreiz bei diversen Hauterkrankungen lindern(3)Ständer S et al., Topical cannabinoid agonists: An effective new possibility for treating chronic pruritus. 2006, Hautarzt

Die meisten Studien beziehen sich aber nicht auf das Hanföl, sondern speziell auf den Wirkstoff CBD. Dieser ist jedoch in den meisten Hanfcremes nicht enthalten. Wer speziell eine Hauterkrankung behandeln möchte, der sollte besser auf eine CBD-haltige Creme zurückgreifen.

Unabhängig davon, ob man sich für eine CBD oder eine Hanfcreme entscheidet, sollte man gerade bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis darauf achten, dass die gewählte Creme keine chemischen Zusatzstoffe enthält.

Diese können die Haut irritieren oder sogar weiter austrocknen und damit zu einer Verschlechterung der Symptome führen.

Wirkung von Hanfcreme

Erfahrungsberichte zu Hanfcremes

Da die Studienlage zur Wirksamkeit von Hanfprodukten immer noch sehr dünn ist, haben wir uns zahlreiche Erfahrungsberichte durchgelesen. Wir wollten wissen, welche Erfahrungen die User mit der Hanfcreme gemacht haben und wofür sie sie am liebsten einsetzten.

Dabei haben wir festgestellt, dass die Creme vor allem zur Behandlung von juckender und trockener Haut eingesetzt wird. Viele User waren überrascht von der Wirksamkeit der Hanfcreme und empfahlen sie Freunden und Bekannten.

Es gibt sogar zahlreiche Kommentare, die davon berichten, dass die Hanfcreme auch bei Neurodermitis und Schuppenflechte hilft. Einige User berichten auch von einer schmerzlindernden Wirkung der Creme.

Natürlich handelt es sich hierbei um persönliche Erfahrungsberichte, allerdings spricht die Vielzahl an positiven Berichten für eine Wirksamkeit der Hanfcreme.

Im Endeffekt bleibt einem nichts anderes übrig, als selbst auszuprobieren, ob Pflegeprodukte aus Hanf, für die eigenen Bedürfnisse geeignet sind oder nicht.

So stellt man die Creme selbst her

War bei unseren Produktempfehlungen nichts für dich dabei, dann haben wir noch einen anderen Tipp für dich: mach einfach deine eigene Hanfcreme!

Tatsächlich ist das wirklich einfacher als es klingt. Du brauchst lediglich 20 ml Hanföl, 4 g Emulsan, 2-3 g Sheabutter oder Bienenwachs und 40 ml destilliertes Wasser.

Stelle einen hitzebeständigen Behälter in ein heißes Wasserbad und bringe darin alle Zutaten zum schmelzen – abgesehen vom destillierten Wasser. Das destillierte Wasser wird separat erwärmt (auf ca. 45°C).

Lasse die Paste aus Hanföl und den übrigen Zutaten so lange abkühlen, bis sie die gleiche Temperatur erreicht hat, wie das destillierte Wasser. Nun lässt sich alles gut miteinander vermischen und fertig ist die eigene Hanfcreme.

Möchte man eine CBD-haltige Hanfcreme, dann gibt man einfach noch ein paar Tropfen CBD Öl hinzu.

Fazit

Nicht umsonst wird Hanf von manchen Menschen als Wunderpflanze bezeichnet: die positiven Effekte auf unsere Gesundheit gewinnen immer mehr an Aufmerksamkeit und Bedeutung – das gilt vor allem für das CBD.

Aber die Hanfpflanze kann noch mehr – auch das THC- und CBD-freie Öl aus den Samen glänzt durch eine vielfältige Wirkungsweise. In der folgenden Tabelle haben wir alle Vor- und Nachteile der Hanfcreme nochmal übersichtlich zusammengefasst.

Vorteil
  • meist frei von chem. Zusatzstoffen
  • gesunde Inhaltsstoffe
  • mildert Juckreiz
  • hilft bei trockener Haut
Nachteil
  • enthält kein CBD
  • nicht ganz billig

Hast du Erfahrungen mit Hanfcreme gemacht? Wie hat dir der Artikel gefallen? Schreib uns und hinterlasse einen Kommentar!

Quellen   [ + ]