CBD bei Erkältungen

Hilft CBD Öl bei einer Erkältung?

Von Cornelius De Luca |
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CBD kann kurzfristig die typischen Symptome einer Erkältung lindern, aber vor allem langfristig das Immunsystem unterstützen, damit es gar nicht erst zu einem Infekt kommt. 

Lies hier, wie du dich mit CBD auf die Erkältungszeit vorbereiten und lästigen Virusinfektionen entrinnen kannst!

CBD bei Erkältungen

Kann CBD Öl bei einer Erkältung helfen?

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – jeder kennt die typischen Beschwerden, die eine Erkältung mit sich bringt. Ärzte nennen die Erkrankung einen “grippalen Infekt”, der in der Regel zwar harmlos, aber lästig ist und meist 7-10 Tage lang andauert. Was dabei im Körper passiert ist wichtig zu wissen um zu klären, ob CBD hilfreich sein kann:

Erkältung – Key Facts

  • Eine Erkältung ist eine akute Infektion der oberen Atemwege.
  • Es kommt dabei zu einer Entzündung der Nasen- und Rachenschleimhaut.
  • Erkältungen werden durch Viren ausgelöst.
  • Ein starkes Immunsystem kann Viren besser abwehren und eine Erkrankung verhindern.
  • Typische Erkältungssymptome sind eine verstopfte Nase, Halsweh, Husten, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Müdigkeit und auch leicht erhöhte Temperatur.

Gut zu wissen: “Kälte” ist nicht direkt schuld an einer Erkältung, aber sie spielt durchaus eine Rolle dabei: Einerseits vermehren sich die Erkältungsviren bei niedrigen Temperaturen besser, und andererseits kann Kälte unser Immunsystem schwächen. Damit haben die Viren ein leichtes Spiel sich im Körper zu vermehren. Weitere Stressfaktoren für das Immunsystem sind unter anderem Stress und Schlafmangel.

Wie passen nun Hanf und CBD ins Bild? CBD hat das Potenzial, akuten Schnupfennasen Linderung zu verschaffen und langfristig das Immunsystem zu stärken. Warum und wie das klappen kann, verraten wir dir gleich.

Wie wirkt CBD bei einer Erkältung?

Die Cannabinoide der Hanfpflanze wirken über besondere Cannabinoid-Rezeptoren im menschlichen Endocannabinoid-System. Über dieses System erfolgt die Steuerung vieler Prozesse in unserem Körper – darunter auch Immunreaktionen, denn die meisten der bekannten CB2-Rezeptoren befinden sich an Zellen des Immunsystems. CBD kann mit diesen Rezeptoren interagieren und so verschiedene Prozessabläufe beeinflussen. Für CBD sind in Hinblick auf Erkältungen folgende Wirkungsweisen von Bedeutung:

1. CBD lindert Schmerzen

CBD Öl wird von vielen Nutzern zur Bekämpfung von Schmerzen verwendet und die schmerzlindernde Eigenschaft scheint mittlerweile auch wissenschaftlich abgesichert. Auch bei den für Erkältungen typischen Halsschmerzen sowie Kopf- und Gliederschmerzen kann CBD helfen.

2. CBD wirkt entzündungshemmend

Bei einer Erkältung können sich die Schleimhäute in der Nase, dem Rachen und dem Hals entzünden. Auch die Nebenhöhlen können von Entzündungen betroffen sein. Die entzündungshemmende Wirkung von CBD ist ebenfalls bereits unumstritten.(1)

3. CBD wirkt krampflösend

Die krampflösenden Eigenschaften von CBD können der Verkrampfung der Atemwege z.B. bei starkem Reizhusten entgegenwirken.

4. CBD unterstützt das Immunsystem

Studien belegen, dass CBD das Immunsystem nachhaltig stärken kann, wobei die genauen Vorgänge dahinter nicht geklärt sind. Sowohl ein geschwächtes als auch ein überaktives Immunsystem kann zum Problem werden. CBD hat anscheinend die Fähigkeit, das Immunsystem bei der Herstellung eines optimalen Gleichgewichts zu unterstützen.

5. CBD verbessert den Schlaf

Wenig oder schlechter Schlaf über einen längeren Zeitraum hinweg schwächt das Immunsystem und macht eine Erkältung damit wahrscheinlicher.(2) CBD fördert einen gesunden Schlaf und kann so deine Abwehrkräfte stärken.

6. CBD reduziert Stress und erhöht das Wohlbefinden

Auch Stress und psychische Belastungen wirken sich negativ auf unsere Abwehrkräfte gegen Virusinfektionen aus. CBD kann hier ausgleichend wirken und insgesamt das persönliche Wohlbefinden verbessern. Davon profitiert dann auch das Immunsystem.

Gibt es wissenschaftliche Studien zu CBD bei Erkältungen?

Gewöhnliche Erkältungen scheinen die Cannabis-Forscher eher kalt zu lassen, die Studienlage zu CBD ist eher dürftig.

Da Erkältungen von Viren ausgelöst werden, stellt sich natürlich die Frage, ob CBD antivirale Eigenschaften hat. Diesbezüglich gab es bislang keine klinische Evidenz.(3) Durch die weltweite Corona Pandemie gerieten die möglichen antiviralen Eigenschaften (wieder) verstärkt ins Visier der Wissenschafter: Zumindest in in-vitro Untersuchungen konnte eine mögliche antivirale Aktivität von CBD festgestellt werden.(4) Insgesamt ist das aber zu wenig, um eine klare Aussage treffen zu können. CBD als Heilmittel gegen Schnupfenviren zu bezeichnen ist also wissenschaftlich nicht tragbar.

Der nächste Punkt wäre die Symptombekämpfung. Durch die bereits erwähnten schmerzstillenden und entzündungshemmenden Wirkungen kann CBD dazu taugen. Diese Wirkungen wurden in zahlreichen Studien belegt – aber nicht im direkten Zusammenhang mit Schnupfen & Co.

Weitaus interessanter finden wir den Ansatz einer prophylaktischen Anwendung von CBD, um einer Erkrankung an einem grippalen Infekt vorzubeugen. Hier greifen verschiedene Studien ineinander, wie einerseits die bereits erwähnte Studie, dass schlechte Schlafqualität anfälliger für Erkältungen macht und andererseits Untersuchungen, die nahelegen, dass CBD die Schlafqualität verbessern kann.(5)

Ebenfalls spannend sind die Forschungsergebnisse der Yale Universität in New Haven: Die Wissenschafter untersuchten den Zusammenhang zwischen oxidativem Stress und der Abwehr von Rhinoviren, den häufigsten Auslösern von viralen Infekten. Sie fanden heraus, dass der Körper, wenn er mit oxidativem Stress beschäftigt ist, anfälliger ist für Erkältungen.(6) Soweit die Studie. CBD wiederum  ist ein bekannter Fänger von freien Radikalen, wirkt also antioxidativ.(7) CBD kann oxidativen Stress verringern, was bedeutet, dass das Immunsystem besser gegen lästige Schnupfenviren vorgehen kann.

Welche Erfahrungen haben Anwender mit CBD bei Erkältungen gemacht?

Leider haben wir nicht viele Erfahrungsberichte im konkreten Zusammenhang mit CBD und Erkältungen gefunden. Allerdings gibt es Berichte von Anwendern, dass CBD das allgemeine Wohlbefinden erhöhen und auch die Schlafqualität verbessern kann. Einige Nutzer berichten auch, dass sie weniger oft krank sind, seit sie regelmäßig CBD einnehmen.

Wie finde ich die richtige Dosierung von CBD?

Jeder Mensch ist verschieden und jeder Körper reagiert unterschiedlich auf die Einnahme von CBD. Es gibt daher keine einheitliche Dosierungsempfehlung. Die für dich individuell optimale Dosis an CBD Öl findest du in fünf Schritten und mithilfe der 3-Tages-Regel:

  1. Beginne mit einer geringen Tagesdosis (2 Tropfen).
  2. Bleibe drei Tage lang bei dieser Dosis und beobachte deinen Körper genau. In diesem Zeitraum wird sukzessive ein CBD Grundspiegel aufgebaut.
  3. Bist du mit der Wirkung zufrieden, behalte diese Dosierung bei. 
  4. Ist die gewünschte Wirkung noch nicht erreicht, erhöhe die Dosis um einen Tropfen und beobachte wieder drei Tage lang, wie dein Körper reagiert. Mach alle drei Tage einen Check und erhöhe die Dosis bei Bedarf um jeweils einen Tropfen.
  5. Gib deinem Körper Zeit – es kann vier bis fünf Wochen  dauern, bis du die optimale Dosierung gefunden hast.

Tipp: In unserem Beitrag über CBD Dosierung findest du weitere Informationen sowie einen praktischen Einnahmeplan zum Downloaden.

Welche Art der CBD-Einnahme ist bei Erkältungen am besten geeignet?

Die meisten CBD Nutzer verwenden Cannabidiol in Form von CBD Tropfen. Du kannst die Tropfen unter die Zunge träufeln (sublinguale Einnahme) oder in Lebensmittel untermischen. Manche Menschen mögen den typisch hanfigen Geschmack der Tropfen nicht – CBD Kapseln oder auch CBD Gummibärchen können hier eine Alternative darstellen.

Wenn Nase, Hals und Rachen ohnehin durch eine Infektion schon in Mitleidenschaft gezogen sind, ist es nicht ratsam CBD zu vapen oder gar zu rauchen.

Du möchtest mehr wissen über die verschiedenen Möglichkeiten CBD zu konsumieren? In unserer CBD Produktübersicht findest du Informationen über alle Arten von CBD Produkten am Markt und wie du sie richtig anwenden kannst.

Mögliche Nebenwirkungen von CBD

In der Regel ist Cannabidiol gut verträglich. Nebenwirkungen sind eher selten, fallen meist die Beschwerden milde aus und stehen zudem oft in Zusammenhang mit einer falschen Dosierung. Bekannte Nebenwirkungen sind u.a.:

  • Müdigkeit
  • niedriger Blutdruck
  • Schwindel
  • trockener Mund

Tipp: Wenn du mehr über die möglichen Nebenwirkungen von CBD erfahren möchtest, lies unsern detaillierten Beitrag zum Thema!

Gibt es Wechselwirkungen bei der Einnahme von CBD mit anderen Medikamenten?

CBD kann unseren Stoffwechsel beeinflussen und so Auswirkungen auf den Abbau  verschiedener Arzneimittel haben. Dadurch kann sich die Wirkung verschiedener Medikamente erhöhen oder auch verringern. Welche Präparate davon am stärksten betroffen sind, kannst du im Artikel über Wechselwirkungen von CBD genau nachlesen. 

Wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst, solltest du jedenfalls mit deinem Arzt sprechen bevor du mit der Verwendung von CBD Produkten beginnst.

Unsere Top 3 Tipps gegen Erkältungen

Nachdem Erkältungen eine sehr häufige Erkrankung darstellen, die aber nicht unbedingt einen Arzt erfordert, gibt es neben CBD jede Menge an Hausmitteln und Tipps für eine schnelle Genesung. Hier unsere Top 3 davon:

  1. Hühnersuppe mit Gemüseeinlage essen! In der Hühnersuppe steckt Cystein. Der Eiweißstoff wirkt entzündungshemmend und lässt die Schleimhäute abschwellen. Die leicht verdauliche Brühe versorgt außerdem mit Zink, Eisen und Vitaminen.
  2. Vegane Alternative – Schwarzer-Rettich-Hustensaft ist ein altes Rezept aus Großmutters Zeiten: Dafür einen schwarzen Winterrettich kegelförmig aushöhlen und mit Zucker, Kandiszucker oder Honig füllen. In einem Gefäß mit Deckel mehrere Stunden ziehen lassen und anschließend den Rettich unten anstechen und den Saft abzapfen. Über den Tag verteilt 5 – 10 TL davon schlucken – das beruhigt die Atemwege und wirkt sogar antibiotisch!
  3. Inhalieren! Das Einatmen von heißem Wasserdampf macht die Atemwege frei und erleichtert das Abhusten von Schleim. Die Zugabe von Salbei oder Thymian kann den Effekt noch verstärken.
  4. Abwarten und Tee trinken! Klingt banal, stimmt aber. Erstens muss man eine Erkältung einfach aussitzen und zweitens braucht der Körper besonders viel Flüssigkeit um gegebenenfalls ein Flüssigkeitsdefizit durch Fieber auszugleichen und die Schleimhäute feucht zu halten.

Fazit

Wenn dich eine Erkältung eiskalt erwischt hat, kann CBD helfen, dein Leid zu lindern, da es schmerzstillend und entzündungshemmend wirkt. Noch besser wirkt CBD allerdings im Vorfeld – CBD kann dein Immunsystem unterstützen! Außerdem kann CBD das individuelle Wohlbefinden steigern, Stress entgegenwirken und einen gesunden Schlaf fördern – dies alles sind Faktoren, die die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers steigern. Damit lässt du den Schnupfenviren keine Chance und es heißt für sie gleich von Anfang an “Bitte draußen bleiben!”.

Was sind deine Erfahrungen mit CBD bei der Behandlung von Erkältungen? Wir freuen uns auf deinen Beitrag in unserer !

Cornelius De Luca

Hey! Mein Name ist Cornelius De Luca. Ich bin seit 2016 Teil des CBD360 Teams und fungiere als Chefredakteur. Vor ein paar Jahren bin ich aufgrund von gesundheitlichen Problemen mit dem Thema CBD in Berührung gekommen und setze mich seither leidenschaftlich mit dem Wirkstoff auseinander. Zu meinen Interessen zählen neben dem Schreiben auch Fitness, Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie und Podcasts.