CBD gegen Panikattacken Erfahrungen: Dosierung & Wirkung

Von Cornelius De Luca |
Aktualisiert:

In Deutschland leben rund vier Millionen Menschen mit einer Angststörung und regelmäßig wiederkehrenden Panikattacken. Zahlreiche Pharmazeutika sind zur Behandlung verfügbar, doch haben diese teilweise enorme Nebenwirkungen.

Könnte CBD gegen Panikattacken eine natürliche Alternative sein? Genau dieser Frage gehen wir jetzt auf den Grund. Zudem zeigen wir bisherige Erfahrungen, Studien und die richtige Dosierung auf.

Ob Produkte wie CBD Öl, Kapseln & Co. tatsächlich bei Panikattacken helfen können, erfährst du jetzt!

Was sind Panikattacken?

Panikattacken gehören zu den Störungen, wobei der Mediziner zwischen verschiedenen Krankheitsbildern differenziert. Bei dem sogenannten Paniksyndrom leiden Erkrankte an wiederkehrenden Panikattacken, die aus heiterem Himmel, aber ohne ersichtlichen Grund, auftreten können.

Auf körperlicher Ebene äußert sich die Panikattacke durch Herzrasen, Schweißausbrüche, Atemnot, Engegefühl in der Brust, Zittern, Taubheitsgefühle, Übelkeit und Kälteschauer oder Hitzegefühle.

Im psychischen Erleben hat der Betroffene Angst vor Kontrollverlust oder vor dem Tod. Panikattacken, die im Rahmen der generalisierten Angststörung auftreten, beschränken sich nicht auf bestimmte Umstände, sondern können durch ganz verschiedene Situationen ausgelöst werden.

Bei Platzangst und Klaustrophobie verursachen Gedränge und Enge die Panikattacke, während Menschen mit sozialer Phobie versuchen, gesellschaftliche Zusammenkünfte zu vermeiden.

Wirkung von CBD bei Panikattacken

Grundsätzlich gilt es zuerst zu verstehen, wie CBD überhaupt mit dem Körper interagiert. Dies passiert über das körpereigene Endocannabinoidsystem, welches auch Tiere wie Mäuse, Hunde und Katzen besitzen.

Dieses System zeigt: Cannabinoide sind dem Körper nicht fremd. Das Endocannabinoidsystem besitzt Rezeptoren im ganzen Körper. Einen Großteil nehmen dabei die CB1 und CB2 Rezeptoren ein. Im Fokus stehen hier erstere – CB1. Diese kommen zum Großteil im Gehirn und zentralen Nervensystem vor.

Und genau hier kommen Probleme wie Angst und Panik zustande. CBD kann aufgrund seiner Struktur wunderbar an die genannten Rezeptoren andocken und seine Wirkung entfalten. In diesem Fall soll CBD dem Körper dabei helfen, Serotonin zu verarbeiten. Ein Hormon und Neurotransmitter, welches eine große Rolle bei der Regulierung von Emotionen spielt.

SSRIs (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) zielen auf den Serotonin-Rezeptor namens 5-HT1A ab und erhöhen somit die Verfügbarkeit von Serotonin im Gehirn, um beispielsweise die Stimmung zu verbessern. Auf diese Weise wirken beispielsweise Antidepressiva und auf ähnlichem Wege soll auch CBD wirken.

Kann die Einnahme von CBD zu Nebenwirkungen führen?

Nebenwirkungen sind möglich, allerdings sehr selten. Zudem fallen sie zumeist sehr gering aus in oftmals in Verbindung mit einer Überdosierung. Zu typischen Symptomen zählen beispielsweise ein trockener Mund, Übelkeit oder leichte Kopfschmerzen.

Nimmst du bereits Medikamente ein, solltest du unbedingt Rücksprache mit deinem Arzt des Vertrauens halten, um mögliche Wechselwirkungen zu vermeiden.

Wirkt CBD gegen Panikattacken? Das sagen Studien

Das Cannabinoid THC ist mittlerweile wissenschaftlich gut erforscht. Seit einiger Zeit beschäftigen sich die Studien verstärkt mit den Wirkungen des nicht-psychoaktiven CBD bei Panik und sind zu dem Schluss gekommen, dass dieser Stoff ein breites Spektrum an therapeutischem Nutzen für diverse Krankheitsbilder bietet.

In einer brasilianischen Studie, die im Jahr 2011 durchgeführt wurde, erhielt die eine Hälfte der Probandengruppe 400 Milligramm CBD gegen Panikattacken, während die anderen Teilnehmer ein Placebo bekamen. Im zweiten Durchgang wurde gewechselt, nun erhielt die Placebogruppe CBD gegen Panikattacken. Abschließend wurde deutlich, dass CBD anxiolytische, das heißt angstlösende, Effekte hat. Das Cannabidiol wirkt laut der Forscher unmittelbar in den limbischen und paralymbischen Gehirnbereichen, wo Angststörungen lokalisiert sind.

Weitere Studien schlossen sich noch im selben Jahr an der Universität zu Sao Paulo an. Das wissenschaftliche Team um Mateus M. Bergamaschi konnte feststellen, dass CBD Panikattacken bei all jenen verhindert, die vor Publikum eine Rede halten oder sonst eine exponierte Rolle in der Öffentlichkeit einnehmen müssen. Laut den Forschern genügt bereits eine einmalige Gabe von CBD gegen Lampenfieber.

Welches CBD Öl bei Panikattacken?
Wir haben über 200 Produkte verglichen!
zur Kaufberatung

Studie an Mäusen – große Entdeckung

In einem Versuch mit Mäusen entdeckten Wissenschaftler das erste Mal Rezeptoren für Cannabinoide in der Amygdala, die zum limbischen System im Gehirn gehört. Diese Erkenntnis kann den Forschern helfen, besser zu verstehen, warum Cannabinoide so effektiv gegen Angststörungen und bei Panikattacken wirken.

An den Nagetieren konnten die Wissenschaftler jedoch ebenfalls ausmachen, dass die Nervenzellen in diesem Teil des Gehirns in der Lage sind, selbst körpereigene Endocannabinoide zu produzieren. Das bedeutet, der Körper verfügt bereits über eine Vorrichtung, die spezielle Signale, die im Rahmen einer Panikattacke auftreten, mit dem Neurotransmitter Glutamat auslesen und zum Teil regulieren kann.

Wird nun CBD bei Panikattacken gegeben, docken die Cannabinoide direkt an die entsprechenden Rezeptoren an und sollen sofort wirken. Wissenschaftler aus Spanien untermauern den Mäuseversuch ihrer Kollegen. In weiteren Tierversuchen fanden die Forscher heraus, dass CBD einen Rezeptor mit dem Namen 5-HT1A aktiviert, der die Signale von Glutamat und dem ebenfalls zur Furchtregulierung notwendigen Botenstoff Serotonin verstärkt. Das bedeutet, CBD wirkt nicht nur gegen Panikattacken, sondern hat auch das Potenzial zu einem natürlichen Antidepressivum.

Mit CBD panikattacken erfolgreich besiegen

Unser Fazit zu den aktuellen Studien

Die Studien belegen eindrucksvoll, dass CBD Öl gegen Panikattacken eingesetzt werden kann und durchaus eine Alternative zu schulmedizinischen, chemischen Medikamenten darstellt. Da bislang im Labor hauptsächlich an Tieren geforscht wurde, stehen groß angelegte Humanstudien noch aus, vor allem, um das Potenzial des Cannabinoids komplett auszuloten und die Langzeiteffekte zu untersuchen.

Welches CBD Öl bei Panikattacken?

Hast du dich dazu entschieden, einen Versuch mit CBD zu wagen, stellt sich folgende Frage: Welches CBD Öl soll ich bei Panikattacken nutzen?

Es gibt hunderte Anbieter und dazu viele verschiedene Konzentrationen sowie Varianten (Vollspektrum, Breitspektrum, Isolat). Als Neuling ist es schwierig, hier den Überblick behalten zu können.

Anfängern würden wir – je nach Stärke der Panikattacken – zu einem 5% oder 10% CBD Öl raten. Hinsichtlich der Varianten sollte dein Fokus auf den Vollspektrum und Breitspektrum Ölen liegen. Diese enthalten neben CBD noch weitere wertvolle Inhaltsstoffe aus der Hanfpflanze. Dazu zählen Cannabinoide, Terpene sowie Flavonoide. Zusammen sollen sie die potentielle Wirkung verstärken. Dieser Effekt wird Entourage-Effekt genannt.

Bei der Wahl des Hersteller gilt es jedoch auf einige Dinge zu achten, um ein hochwertiges Produkt zu erhalten. Dazu zählen beispielsweise: Inhaltsstoffe, Analyszertifikate, Herstellungsverfahren, bisherige Erfahrungen von Kunden und Gütesiegel.

Da CBD immer bekannter wird, gibt es auch immer mehr schwarze Schafe auf dem Markt, die versuchen, potentiellen Käufern minderwertige Produkte anzudrehen.

Um dir hier die recht aufwendige Suche zu ersparen, haben wir eine ausführliche Kaufberatung mit ausschließlich hochqualitativen Herstellern zusammengestellt.

Welches CBD Öl bei Panikattacken?
Wir haben über 200 Produkte verglichen!
zur Kaufberatung

Dosierung des CBD Öls bei Panikattacken

Leider gibt es bei CBD nicht die „one fits all“ Dosierung, da jeder Körper anders auf den Wirkstoff reagiert. Letztendlich handelt es sich um ein natürliches Produkt und nicht um ein Arzneimittel.

Bisherige Erfahrungen haben gezeigt, dass es am sinnvollsten ist, mit 2-3 Tropfen pro Tag anzufangen. Halte diese Dosierung 3 Tage bei und beobachte deinen Körper dabei ganz genau. Stellst du keine Veränderung fest, erhöhst du die Dosis um 1 Tropfen pro Tag.

Dieses Ablauf wiederholst du so lange, bis du deine hoffentlich gewünschte Wirkung feststellen kannst.

Mehr Informationen findest du in unserem ausführlichen Ratgeber zur CBD Öl Dosierung.

FAQ: Eure Fagen, unsere Antworten

Welche Medikamente helfen bei Panikattacken?

Lass Dich von Deinem Arzt beraten. Natürliche Mittel sind die Vermeidung von dauerhafter Anspannung, Sport, ausreichend Schlaf sowie das Essen von regelmäßigen kleineren Mahlzeiten

Was kann man gegen Panikattacken tun?

Natürliche Mittel sind die Vermeidung von dauerhafter Anspannung (Stress), Sport (Laufen, Radfahren), guter Schlaf und das Essen von regelmäßigen gesunden Mahlzeiten. Auch CBD ist ein hervorragendes natürliches Mittel und hat eine beruhigende Wirkung. Kommen die Panikattacken oft vor, lass Dich von einem Arzt beraten.

Welche Kräuter helfen gegen Angst?

Der Konsum von Baldrian, Melisse, Kamille, Hopfen und Lavendel hilft gegen Angst und wirkt beruhigenden. Auch andere natürliche Produkte (z.B. CBD) können angstlindernd sein.

Ist CBD psychoaktiv?

In den letzten Jahren ist CBD als medizinisches Heilmittel in den Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit sowie der Medizin gerückt. Das illegale THC muss streng von CBD getrennt werden. THC ist psychoaktiv und in vielen Formen illegal. Im Gegensatz zu THC hat CBD keine solche Wirkung und ist unter anderem schmer- und angstmildernd.

Haben CBD Tropfen Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen können in Form von geringem Appetit, niedrigem Blutdruck oder Schlafproblemen auftreten. Nichtsdestotrotz überwiegen die Vorteile. CBD hat zudem keine psychoaktive Wirkung und kann legal konsumiert werden.

Cornelius De Luca Profilbild
Cornelius De Luca

Hey! Mein Name ist Cornelius De Luca. Ich bin seit 2016 Teil des CBD360 Teams und fungiere als Chefredakteur. Vor ein paar Jahren bin ich aufgrund von gesundheitlichen Problemen mit dem Thema CBD in Berührung gekommen und setze mich seither leidenschaftlich mit dem Wirkstoff auseinander. Zu meinen Interessen zählen neben dem Schreiben auch Fitness, Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie und Podcasts.